Validierung analytischer Methoden in der Biotechnologie (A 16)

Validierung analytischer Methoden in der Biotechnologie (A 16)

Heidelberg

Seminar Nr. 9126

Diese Seminar ist Bestandteil des GMP-Lehrgangs "GMP-Beauftragter im analytischen Labor". Mehr über diesen GMP-Lehrgang erfahren.


Kosten

Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Rückfragen unter:
Tel.: 06221 / 84 44 0 E-Mail: info@concept-heidelberg.de

Sprecher

Dr. Alexander Krah, Merck KGaA
Dr. Andreas Nechansky, Vela Laboratories
Dr. Thomas Trantow, Analytik-Service Dr. T. Trantow und PROVADOK GmbH

Zielsetzung

Ziel dieses Seminars ist es, das Wissen zu vermitteln, das für die Beurteilung und Validierung von in der Biotechnologie angewandten Methoden erforderlich ist. Der Schwerpunkt liegt auf Analysenmethoden für pharmazeutisch wirksame „Biomoleküle“ wie z.B. Peptide und Proteine. Die Teilnehmer lernen, derartige Validierungen – der Entwicklungsphase entsprechend – GMP-konform zu planen und/oder zu bewerten.

Hintergrund

Für analytische Methoden in der pharmazeutischen Qualitätskontrolle wie auch für Methoden in der Wirkstoffanalytik muss – spätestens zur Prüfmusterfreigabe für Phase-1-Studien – gezeigt werden, dass die Methoden für ihren jeweiligen Zweck geeignet sind.

Für viele spezielle im biotechnologischen Bereich angewandte Methoden sind die üblichen Standard-Validierungspläne nicht geeignet. Hier setzt dieses Seminar an: anhand ausgewählter Beispiele wird im Grundsätzlichen und im Detail gezeigt, wie diese Methoden validiert werden können.

Für viele spezielle im biotechnologischen Bereich angewandte Methoden sind die üblichen Standard-Validierungspläne nicht geeignet. Hier setzt dieses Seminar an: anhand ausgewählter Beispiele wird im Grundsätzlichen und im Detail gezeigt, wie diese Methoden validiert werden können.

Zielgruppe

Dieses Seminar ist konzipiert insbesondere für diejenigen Analytiker, die Validierungen bioanalytischer Analysenverfahren planen, durchführen und bewerten, aber auch für Verantwortliche und für Mitarbeiter der Qualitätssicherung.

Das Seminar ist gleichermaßen geeignet für Analytiker, die es in Transfer- oder Zulassungsprojekten mit derartigen Methoden zu tun haben und diese Methoden und die Validierungen verstehen und bewerten und ggf. Rückfragen beantworten sollen.

Angesprochen werden sowohl Mitarbeiter der
pharmazeutischen Industrie als auch Mitarbeiter von Dienstleistern, z.B. der Auftragsanalytik/Lohnherstellung/Prüfmusterherstellung, aber auch Angehörige von Biotech-Firmen, Ausgründungen und mit GMP-pflichtigen Bereichen kooperierende Einrichtungen (z.B. Hochschulen).

Workshops

Die Workshops zur Vertiefung und zum Erfahrungsaustausch sind ein wesentliches Element des Seminars.

Am zweiten Tag werden in einem Workshop in Parallelgruppen Vorgehensweisen zur Validierung analytischer Methoden (z.B. SEC, SDS-PAGE, ELISA, Bradford) erarbeitet.

In einem anschließenden Workshop im Plenum werden die Validierungspläne vorgestellt, diskutiert und bewertet. Dabei geben die Referenten Tipps und Empfehlungen zu praktischen und regulatorischen
Aspekten. Die fertigen Validierungspläne können als hilfreiche Vorlage für die eigene Arbeit verwendet werden.

Programm

Einführung Bioanalytik
Besonderheiten biologisch aktiver Stoffe
GMP und Analytik
Validierung analytischer Methoden für Zulassung und Routineanwendung

Qualitätsparameter analytischer Methoden –
Interpretation der ICH-Guideline Q2 im Kontext chromatographischer Reinheitsprüfungen -
Teil 1
Regelwerke zur Methodenvalidierung im Überblick
Qualitätsparameter analytischer Methoden im Überblick
Trennvermögen (Selektivität)
Systematische Fehler und zufällige Variabilität (Richtigkeit und Streuung (precision))

Qualitätsparameter analytischer Methoden –
Interpretation der ICH-Guideline Q2 im Kontext chromatographischer Reinheitsprüfungen - Teil 2

Überprüfung der Kalibrierfunktion (Linearität)
Unterer Rand des Arbeitsbereichs - LOQ
Arbeitsbereich (Range)
Störanfälligkeit, Haltbarkeit der Lösungen (Robustheit)

Setzen von Akzeptanzlimits
Kriterien der Methodeneignung (der Praxistauglichkeit)
Setzen von Akzeptanzlimits für Freigabeanalytik und Haltbarkeitsprüfungen
SP <1033> zu Akzeptanzlimits, Stichprobenumfang und OOS-Risiken
Praxisbeispiele (Gehaltsbestimmung, Reinheitsprüfung)
Validierung spektroskopischer (kolorimetrischer) Methoden in der Proteinanalytik

Vergleich der kolorimetrischen Methoden zur Bestimmung der Proteinkonzentration
Sensitivitäten
Validierungsansatz
Praxisbeispiel einer Validierung

Praxisbeispiel Gehalt: Validierung einer Bradford-Methode
Validierungsansatz, Ziele, Akzeptanzkriterien
Validierungsbeispiel

Streuung (Vk) / Vertrauensbereich (VB) / Stichproben / OOS-Risiken
Anforderungen an Stichproben
Zufällige Variabilität (Streuung)
Zuverlässigkeit von Ergebnissen (Vertrauensbereiche)
Bandbreiten von Spezifikationen
Zufallsbedingte Limitverletzungen (statistisch greifbare OOS-Risiken)

Linearitätsprüfung bei Gehaltsbestimmungen
Studiendesign
Visuelle Prüfung von Kalibrierfunktionen mithilfe graphischer Darstellungen
Aussagekraft von r oder R² (Korrelationskoeffizient / Bestimmtheitsmaß)
Alternativen zur Bewertung der Güte einer Kalibrierfunktion

Validierung bioanalytischer Methoden für präklinische und klinische Studienproben
Besonderheiten von präklinischen und klinischen Proben (Matrixhintergrund etc.)
Überblick über typische analytische Methoden für NBEs: Ligandenbindungsassays für pharmakokinetische Studien, Immunogenitätsassays für bindende und neutralisierende Antikörper
Überblick über GLP und GCP
Besonderheiten der Validierung solcher Methoden
Behandlung kritischer Reagenzien
Stabilitätsstudien
Dokumentation bioanalytischer Studien
Relevante internationale Guidelines (EMA, FDA, MHRA etc.)
Aspekte der praktischen Umsetzung in der Industrie


Methodenvalidierung in den Entwicklungsphasen
Phasenübersicht - Ziele - Anforderungen
Phasenspezifische Vorschläge zu Methodenüberprüfung/Methodenvalidierung
Vorgaben der Guidelines für Klinik-Muster

Validierung von ELISAs (Proteingehalt in einer Matrix)
Vorteile/Nachteile von ELISAs
Prinzipielle Funktionsweise eines ELISAs
Risiken der einzelnen Arbeitsschritte
Akzeptanzkriterien und Versuchplanung
Prüfung auf Robustheit
ELISAs bei der Gehaltsbestimmung von Biosimilars (Klin. Phase I)

Berechnung / Bewertung von Kalibrierfunktionen
Korrelations- und Regressionsrechnung zur Bestimmung / Überprüfung von Kalibrierfunktionen (Zweck, Vorgehen)
Krumme Kalibrierfunktionen, Ankerpunkte
Residuen

Prüfung auf Unterschiede (t-Test) oder Prüfung auf Äquivalenz (Äquivalenz-Test USP <1010>)?

Prinzipien statistischen Testens
Irrtumswahrscheinlichkeiten (- und -Fehler)
Voraussetzungen statistischer Tests (das „Kleingedruckte“)
Stichprobenumfangsschätzungen
Erfolgsaussichten statistischer Tests für ausgewählte Szenarien

Übersicht über die neuen USP-Monographien zu Potency-Assays
<1032> Design and Development of Biological Assays
<1033> Biological Assay Validation
(<1034> Analysis of Biological Assays)

Zellbasierte Bioassays
Definition Bioassays
Guidelines und Testparameter
Auswertung: Parallel Line versus 4-PL fit
Risikoanalyse
Methoden Qualifizierung: Case Study
’Potency’

Auswertung von Potency-Assays - Neues von der USP

Datenevaluierungsprogramme für Potency-Assays

SDS-Page / IEF / Western-Blot

IEF
SDS-PAGE
Westernblot
Validierungsrelevante Aspekte der Entwicklung
Spezifika der Validierung dieser Methoden

GMP in der Validierung analytischer Methoden

GMP-Voraussetzungen der Methodenvalidierung
Limit-Verletzungen
Validierung in Auftragslaboren

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