ICH Q13: Guideline zur Kontinuierlichen Produktion final veröffentlicht

Bereits in 2018 hatte die ICH mit der Arbeit an einer Guideline begonnen, die unter dem Titel "CONTINUOUS MANUFACTURING OF DRUG SUBSTANCES AND DRUG PRODUCTS Q13" die Anforderungen an die kontinuierliche Herstellung von Arzneimitteln beschreibt. Mitte 2021 wurde ein Entwurf veröffentlicht. Jetzt hat die ICH die finale Fassung verabschiedet.

Die Guideline ICH Q13 beschreibt wissenschaftliche und regulatorische Überlegungen für die Entwicklung, Implementierung, Betrieb und Lebenszyklusmanagement der kontinuierlichen Herstellung. Mit Kontinuierlicher Herstellung ist die kontinuierliche Zuführung von Einsatzmaterialien in einen Fertigungsprozess, die Umwandlung von Materialien im Prozess und die gleichzeitige Entnahme von Produkt aus einem Herstellungsprozess gemeint. Dies trifft zwar auch auf Prozesse wie Tablettierung oder Chromatografie zu, hier gemeint ist aber der integrierte Ansatz, also die Verbindung von zwei oder mehr Unit Operations. Prozessänderungen bzw. -schwankungen in einem hinteren Prozessschritt steuern korrigierend die vorgelagerten Prozessschritte. Auch ein kontinuierlicher Prozess erzeugt Chargen, wobei hier Chargen z.B. durch eingesetzte Mengen, aber auch durch die Laufzeit des Prozesses definiert sein können.

Anwendbar ist die Guideline ICH Q13 auf die Herstellung von Wirkstoffen, Arzneimitteln (small and large molecules). Sie gilt für neue Produkte (z. B. neue Arzneimittel, Generika, Biosimilars) und die Umstellung der herkömmlichen Chargenherstellung auf kontinuierliche Produktion für bestehende Produkte. Angesprochen werden Aspekte aus Entwicklung, GMP und Zulassung.

Die finale Fassung ist wie der Entwurf in zwei Teile unterteilt. Teil 1 beschreibt auf nach wie vor 15 Seiten mehr allgemein regulatorische Überlegungen und gibt wichtige Definitionen. Sehr interessant ist der zweite Teil, der in fünf Anhängen auf die kontinuierliche Herstellung von:

  • Wirkstoffen
  • Arzneimitteln
  • Therapeutischen Proteinen
  • Integrierte Herstellung von Wirkstoff- und Arzneimittel
  • Umgang mit Prozessstörungen

eingeht. Konkret werden in den ersten vier Kapiteln Details zur Prozessführung, zur Prozessausrüstung, zur Prozesskontrolle und zur Validierung beschrieben.

Die finale Version der Guideline "CONTINUOUS MANUFACTURING OF DRUG SUBSTANCES AND DRUG PRODUCTS Q13" finden Sie auf der Seite der ICH.

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