GMP-Basis-Training Qualitätskontrolle (B 10)

GMP-Basis-Training Qualitätskontrolle (B 10)

Mannheim

Seminar Nr. 9003


Kosten

Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Rückfragen unter:
Tel.: 06221 / 84 44 0 E-Mail: info@concept-heidelberg.de

Sprecher

Dr. Rolf Breßer, Mundipharma
Dr. Günter Brendelberger, CONCEPT HEIDELBERG

Zielsetzung

Ziel dieses Kurses ist es, den Teilnehmern einen kompakten und umfassenden Überblick über die heutigen GMP - Anforderungen an die pharmazeutische Qualitätskontrolle zu geben. Es werden die zugrunde liegenden GMP-Regelwerke – aus nationaler, europäischer und US-amerikanischer Sicht – vorgestellt und die Umsetzung der behördlichen Anforderungen an die relevanten Arbeitsschritte der Qualitätskontrolle im Detail dargelegt.

Hintergrund

Die Arbeitsabläufe in den Labors der pharmazeutischen Qualitätskontrolle werden heute neben den analytischen Aufgabenstellungen ganz wesentlich von Aspekten der Qualitätssicherung und der Guten Herstellungspraxis (GMP) bestimmt. Wesentliche GMP Anforderungen finden sich in der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV), und dem EG-GMP-Leitfaden (Teil I für Arzneimittelhersteller und Teil II für Wirkstoffhersteller, früher ICH Q7) sowie in
21 CFR Part 210/211 (USA) . Bei der Umsetzung in die Praxis des Laboralltags ergeben sich hierbei viele Fragen, bsplw.:

Was ist bei der Probenahme zu beachten?
Wie kann man die Herstellung von Reagenzien und Standards dokumentieren?
Wie umfangreich sollte die Qualifizierung einer HPLC Anlage sein?
Welche GMP-Anforderungen bestehen an die Dokumentation im Labor?
Welche Parameter müssen bei der Validierung analytischer Methoden berücksichtigt werden?
Wie umfangreich muss die Untersuchung von OOS-Ergebnissen aus Sicht der Überwachungsbehörde sein?
Wer darf Arzneimittel freigeben? Welche Unterschiede gibt es zwischen Europa und USA?

Die Antworten auf diese Fragen erhalten Sie bei dem Basis-Training Qualitätskontrolle. Bei der Behandlung der Themen fließen auch Beispiele und Erfahrungen aus GMP-Inspektionen ein. Zusätzlich enthalten die Teilnehmerunterlagen ausführliche, weiterführende Informationen.

Weiterhin erhält jeder Teilnehmer die folgenden SOPs des BAH Handbuchs als Handout:
Erstellung von Prüfanweisungen
Probenahme von Ausgangsstoffen und Verpackungsmaterial
Prüfmittelüberwachung: Kalibrierung und Überprüfung von Messgeräten und Kalibrierstandards
Handhabung von OOS – Ergebnissen
On-going stability
Freigabe von Arzneimitteln zum Inverkehrbringen

Zielgruppe

Angesprochen sind erfahrene Mitarbeiter und Berufseinsteiger analytischer Entwicklungs- und Routinelabors aus der pharmazeutischen Industrie, von Wirk- und Hilfsstoffherstellern und von Auftragslaboratorien, die an einem Tag eine informative Übersicht über den heute aktuellen Stand der GMP-Anforderungen an die pharmazeutische Qualitätskontrolle kennen lernen wollen.

Jeder Teilnehmer erhält folgende SOPs des BAH Handbuchs als Handout:

Erstellung von Prüfanweisungen
Probenahme von Ausgangsstoffen und Verpackungsmaterial
Prüfmittelüberwachung: Kalibrierung und Überprüfung von Messgeräten und Kalibrierstandards
Handhabung von OOS – Ergebnissen
On-going stability
Freigabe von Arzneimitteln zum Inverkehrbringen

Programm

GMP-Regelwerke und grundlegende GMP-Anforderungen an die pharmazeutische
Qualitätskontrolle
Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV)
EU GMP-Leitfaden Teil I und Teil II
PIC/S
FDA
International Conference on Harmonisation (ICH)

Laborreagenzien und Referenzsubstanzen
Beschriftung von Laborreagenzien und
Referenzstandards
Einteilung von Referenzstandards
Arzneibuchstandards
Charakterisierung von Primärstandards
Referenzstandards in der Analysensequenz

Probenahme beim Wareneingang: Ausgangsstoffe, Packmittel, Produkte von Lohnherstellern
Übersicht der gesetzlichen Grundlagen
Ziele der Probenahme
Anforderungen an Personal, Ausrüstung,
Räumlichkeiten
Probenahmepläne
Reklamationen aus der Praxis

Kalibrierung und Qualifizierung analytischer Geräte
Begriffsbestimmung
Sinn und Zweck der Gerätequalifizierung
Gesetzliche Grundlagen
Mess- und Prüfmittel
DQ, IQ, OQ und PQ: Durchführung und Dokumentation
Gerätequalifizierung am Beispiel
- einer Analysenwaage
- einer HPLC-Anlage

Validierung analytischer Verfahren
Definitionen der Begriffe ‚Validierung‘, ‚Methode‘, ‚Verfahren‘
Gesetzliche Grundlagen
ICH-Validierungs-Guideline Q2(R1), früher Q2A und Q2B
Validierung aus der Praxis am Beispiel einer
Gehaltsbestimmungsmethode per HPLC

Dokumentation in der Qualitätskontrolle
Aufzeichnung von Rohdaten
GMP-gerechte Korrektur von Rohdaten
Spezifikationen und Prüfungsvorschriften
Laborjournal und Arbeitsblätter
SOPs
Archivierungsdauer

Umgang mit abweichenden Analysenergebnissen (Out-of-Specification Results)
Anforderungen der FDA Guidance zu OOS-Results
Vorgaben in Deutschland und Europa
Verantwortlichkeiten des Laboranten und des
Laborleiters
Fehleruntersuchung
Mittelwertbildung (‚Reportable Value‘)

Stabilitätsuntersuchungen
Regulatorische Vorgaben
Pre-approval-/Ongoing-/Follow-up-Stabilitätsprüfungen
Prüfdauer, Prüfintervalle und Einlagerungsbedingungen bei der Stabilitätsprüfung
Anforderungen an die Klimakammern

Freigabe, Auftragsinstitute und Methodentransfer
Laut Gesetz verantwortliche Personen und Pflichten
in der Qualitätskontrolle
Definition der ‚Freigabe‘ (Deutschland, EG, USA)
Durchführung und Verantwortlichkeiten in der Auftragsanalytik
Vorgaben und Empfehlungen zum Methodentransfer (ISPE, WHO, etc.)

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