Veröffentlichung neuer FDA Draft Guidance zu Container Closure Systems
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Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat am 14. August 2026 die Verfügbarkeit einer neuen Draft Guidance mit dem Titel „Container Closure Systems for Human Drugs and Biological Products“ bekannt gegeben. Das Dokument beschreibt die derzeitige Auffassung der FDA zur Bewertung der Qualität von Container Closure Systems (CCSs), die für die Verpackung von Humanarzneimitteln und biologischen Produkten eingesetzt werden.
Container Closure Systems sind ein wesentlicher Bestandteil der Produktqualität. Sie sollen das Arzneimittel nicht nur während der Lagerung und des Transports schützen, sondern auch sicherstellen, dass Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit über die gesamte Haltbarkeitsdauer erhalten bleiben. Abhängig von Produkt und Verpackung können dabei beispielsweise der Schutz vor Feuchtigkeit, Sauerstoff, Licht oder mikrobiologischer Kontamination sowie die Kompatibilität zwischen Produkt und Verpackung eine wichtige Rolle spielen. Die neue FDA-Guidance soll Unternehmen dabei unterstützen, diese Aspekte in einem strukturierten und risikobasierten Ansatz zu bewerten.
Im Mittelpunkt stehen die Qualitätsbewertung und die Qualitätskontrolle der eingesetzten Verpackungsmaterialien und Komponenten. Die Empfehlungen beziehen sich auf Einreichungen für Humanarzneimittel und biologische Produkte, einschließlich Änderungen und Ergänzungen zu bereits genehmigten Zulassungsanträgen. Darüber hinaus erfasst die Guidance auch Container Closure Systems, die als Bestandteile von Combination Products eingesetzt werden – sowohl als Medizinproduktekomponente als auch als Verpackung für den Arzneimittel- oder Biologikaanteil. Ebenfalls berücksichtigt werden Arzneimittel, die nach Section 505G des Federal Food, Drug, and Cosmetic Act ohne genehmigten Antrag nach Section 505 vermarktet werden.
Die FDA verfolgt dabei ausdrücklich einen risikobasierten Rahmen. Art und Umfang der erforderlichen Bewertung sollen sich somit an den spezifischen Eigenschaften des Produkts, des Verpackungssystems und der vorgesehenen Anwendung orientieren. Für Unternehmen bedeutet dies, dass die Auswahl und Kontrolle eines CCS nachvollziehbar begründet und auf die relevanten Qualitätsrisiken abgestimmt werden sollte. Die Draft Guidance liefert hierfür allgemeine Grundsätze; ergänzende, themenspezifische Leitlinien sollen zu einem späteren Zeitpunkt weitere Einzelheiten behandeln.
Diese geplanten Ergänzungen sollen unter anderem die Bewertung und Charakterisierung neuartiger Container Closure Systems sowie spezifische Qualitätsmerkmale und Prüfanforderungen adressieren. Vorgesehen sind außerdem weitere Empfehlungen zu Extractables- und Leachables-Untersuchungen und zu den damit verbundenen toxikologischen Risikobewertungen. Gerade bei komplexen oder innovativen Verpackungssystemen können diese Themen für die Beurteilung von Materialverträglichkeit und Produktsicherheit von besonderer Bedeutung sein.
Interessierte Personen können bis zum 13. Oktober 2026 Stellungnahmen einreichen, damit diese noch vor der Ausarbeitung der finalen Fassung berücksichtigt werden können. Lesen Sie dazu die Draft Guidance "Container Closure Systems for Human Drugs and Biological Products" auf der Website der FDA.



