Risikobetrachtung als Basis für eine Prozessvalidierung

In einem aktuellen Warning Letter kritisiert die FDA, dass nicht alle Parameter eines Prozesses in eine Prozess-Validierung eingebunden waren. Wie sehen die Folgemaßnahmen aus?

Mit Hinweis auf 21 CFR 211.100 (a) zitiert die FDA "Your firm failed to establish adequate written procedures for production and process control designed to assure that the drug products you manufacture have the identity, strength, quality, and purity they purport or are represented to possess."

Generell kritisierte die FDA die nicht ausreichend Validierung des Herstellungsprozesses. Fehlende Parameter in Prozeduren und in der Chargendokumentation, die qualitätsrelevant sind, werden ebenfalls moniert. Auch eine fehlende Qualifizierung der Produktionsausrüstung ist angesprochen. So viel zu den Mängeln.

Mit einem Hinweis auf die FDA Prozessvalidierungsleitlinie umreißt die FDA dann was sie unter Prozessvalidierung versteht. Sie beschreibt im Warning Letter dann den Validierungs-Lebenszyklus, beginnend mit der Entwicklung eines Produktes und der Implementierung der Kontrollstrategie. Prozessqualifizierungs-Studien zeigen dann, dass die Kontrollstrategie funktioniert.

Was fordert die FDA?

Direkt gefordert werden dann:

  • eine Risikobetrachtung und die Folgemaßnahmen, die notwendig sind, für die ohne Prozessvalidierung auf dem Markt befindlichen Produkten.
  • Eine detaillierte Risikobetrachtung, die die potentiellen Probleme der betrachteten Systeme hinsichtlich der Arzneimittel auf dem Markt innerhalb des Verfalldatums adressiert
  • Maßnahmen, wie Kundeninformationen und Produktrückrufe aufgrund der o.g. Risikobetrachtung  

Wiederholte Inspektionsfunde

Die FDA weißt dann im Warning Letter darauf hin, dass in eine vorhergehenden Inspektion im Jahr 2019 gleiche Mängel gefunden wurden. Obwohl die Firma Abhilfemaßnahmen in Aussicht stellte, ist nichts passiert. Das wertet die FDA als Fehler des oberen Managements, das eine Übersicht über die Herstellung haben sollte.

CGMP Berater empfohlen 

Aufgrund der Art der Inspektions-Findings empfiehlt die FDA einen CGMP-Berater mit hinzu zu ziehen. Seine Qualifikation sollte den Anforderungen, von 21 CFR 211.34 entsprechen. Aber, die Hinzuziehung eines Beraters befreit das obere Management nicht, von ihrer Verantwortung, die Mängel abzustellen und CGMP compliance einzuhalten.

Fazit: Die Prozessvalidierung umfasst alle Prozessschritte und alle kritischen Parameter. Indirekt fordert die FDA hier auch eine Risikoanalyse zu deren Identifizierung. Ferner müssen die Produkte kritisch betrachtet werden, die ohne Validierung auf dem Markt sind.

Der gesamte Warning Letter ist auf der FDA-Webseite einsehbar.

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