Rekordzahl gefälschter Arzneimittel bei INTERPOL-Operation beschlagnahmt

Im Rahmen der "Operation PANGEA XIV" gegen den illegalen Internethandel mit Arzneimitteln fand vom 18. bis 25. Mai 2021 eine von INTERPOL koordinierte Aktion statt. Die diesjährige Operation konzentrierte sich auf Arzneimittel, die in Zusammenhang mit COVID-19 angewendet werden, und Medizinprodukte, wie medizinische Masken oder COVID-19-Schnelltests. 

Gefälschte Medikamente bergen Risiken

Gefälschte Arzneimittel können aus einer Reihe von Gründen gefährlich sein. Sie können verfälscht oder absichtlich falsch etikettiert sein. In anderen Fällen kann es sich um echte Arzneimittel handeln, die aber gestohlen und dann falsch gelagert wurden oder deren Verfallsdatum abgelaufen ist. Das bedeutet, dass sie unwirksam oder verunreinigt sein können.

Risiken im Zusammenhang mit illegalen Arzneimitteln sind insbesondere:

  • Zu hohe oder zu niedrige Dosen von pharmazeutischen Wirkstoffen (APIs), 
  • Falsche oder fehlende Wirkstoffe, 
  • Nicht deklarierte Wirkstoffe, z. B. in Arzneimitteln, die als "rein pflanzlich" bezeichnet werden.

Während der Operation PANGEA XIV wurden bei der Kontrolle von rund 710.000 Packungen gefälschte und illegale Arzneimittel entdeckt.

Mit Unterstützung des Pharmaceutical Security Institute, des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung / des Containerkontrollprogramms der Weltzollorganisation und von Europol wurden bei der Aktion insgesamt rund 9 Millionen Medizinprodukte und illegale Arzneimittel beschlagnahmt, unter anderem:

  • Hypnotika und Sedativa,
  • Mittel gegen erektile Dysfunktion, 
  • Medizinprodukte (Covid-Testkits, Masken, Spritzen, Katheter, chirurgische Geräte usw.), 
  • Analgetika / Schmerzmittel, 
  • Anabole Steroide, 
  • Antiseptika und keimtötende Mittel, 
  • Anti-Krebs-Medikamente, 
  • Anti-Malariamittel, 
  • Vitamine.

Auf der Website von Interpol finden Sie weitere Informationen zur PANGEA-XIV Operation.

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