Qualitätsabteilung (QU) im Fokus eines FDA Warning Letter: Versäumnisse bei der Übersicht und Erwartungen der FDA
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2./3. Dezember 2026
GMP-Behördeninspektionen vorbereiten und bestehen
Die FDA hat einen Warning Letter veröffentlicht, in dem erhebliche Abweichungen von der guten Herstellungspraxis (CGMP) für pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) dokumentiert werden, die bei einer Inspektion der Firma Hubei Gedian Humanwell Pharmaceutical Co. in China festgestellt wurden. Die Bedenken der Behörde konzentrieren sich auf einen Kontrollverlust über den Zustand der Anlagen und Einrichtungen sowie allgemein auf die Qualitätsabteilung (Quality Unit, QU), die keine wirksame Übersicht ("oversight") hat, um diese Risiken zu verhindern, aufzudecken und zu beheben.
Laut FDA entsprechen die Kontrollmaßnahmen des Unternehmens bei der Herstellung von Wirkstoffen nicht den CGMP-Anforderungen. Wesentliche Verstöße waren:
- (1) unzureichende Reinigung/Wartung von Anlagen, die mit Wirkstoffen in Kontakt kommen. Zerkratzte/verfärbte Behälter und Markierungen deuteten auf eine beeinträchtigte Oberflächenintegrität mit potenzieller Partikelkontamination und Auslaugungen aus reaktiven/inkompatiblen Materialien hin.
- (2) eine ineffektive Qualitätsabteilung (QU), die es versäumte, die Instandhaltung der Anlagen sicherzustellen und die Kompatibilität von Anlagen/Materialien mit dem chemischen Prozess zu bewerten.
Dieser Warning Letter hebt einmal mehr hervor, dass die Qualitätsabteilung (QU) als unabhängiger, befugter Systemverantwortlicher fungieren sollte. An diesem Standort versäumte es die QU aber, eine angemessene Instandhaltung der Anlagen sicherzustellen, und veranlasste keine Bewertung der Eignung von produktberührenden Materialien für die chemischen Prozesse des Unternehmens. Infolgedessen wurden beschädigte Behälteroberflächen (Kratzer, Flecken/Verfärbungen, Markierungen) nicht beseitigt. Eine effektive QU würde klare, spezifische Kriterien festlegen (keine vagen "normalen Betriebsbedingungen"), eine vorbeugende Wartung auf der Grundlage der Prozesschemie und des Risikos durchsetzen und dokumentierte Kompatibilitätsbewertungen für die gesamte Anlagenkette verlangen.



