Pharmeuropa: Überarbeitung von Kapitel 2.5.32 zur coulometrischen Karl-Fischer-Titration vorgeschlagen
Seminarempfehlung

11.-13. November 2026
Ein Entwurf zur Überarbeitung des allgemeinen Kapitels 2.5.32. Water: micro determination des Europäischen Arzneibuchs (Ph. Eur.) wurde in Pharmeuropa 38.4 zur öffentlichen Konsultation vorgelegt.
Der Entwurf enthält spezifische Anweisungen zu drei Betriebsparametern der Verdampfungstechnik (Ofentechnik):
- Temperatur
- Trägergasdurchfluss
- Erhitzungsdauer
Diese Parameter sollen sicherstellen, dass das Wasser vollständig in die Titrationszelle überführt wird, ohne die Probe zu zersetzen oder zusätzliche Substanzen zu bilden, die die Messung stören könnten.
In der Erläuterung zum Entwurf (Briefing Note) heißt es: „Klarstellungen zum Messprinzip und zum Verfahren, insbesondere zur Notwendigkeit, die Hintergrunddrift zu kontrollieren, sowie zur Anwendbarkeit von Referenzsubstanzen bei direkter Probenzugabe oder bei Anwendung der Verdampfungstechnik, wurden ergänzt.“ (Übersetzung d. Red.)
Die Hintergrunddrift sollte stabil und gering sein, typischerweise unter 20 µg/min. Die coulometrische Karl-Fischer-Titration dient der quantitativen Bestimmung kleiner Wassermengen ab 10 µg. Aus Gründen der Reproduzierbarkeit wird ein Arbeitsbereich von 100 µg bis 10 mg empfohlen.
Der Entwurf legt außerdem fest, dass bei einer Temperaturangabe in einer Einzelmonographie die Verdampfungstechnik anzuwenden ist. Ist keine Temperatur angegeben, kommt die direkte Probenzugabe zum Einsatz.
Der Abschnitt „Verification of Accuracy“ wird in „System Suitability“ umbenannt. Außerdem werden Wiederfindungskriterien sowohl für die direkte Probenzugabe als auch für die Verdampfungstechnik festgelegt.
Der Entwurf ist auf der Pharmeuropa-Website verfügbar. Für den Zugriff ist eine Anmeldung erforderlich. Stellungnahmen können über die Pharmeuropa-Plattform bis zum 31. Dezember 2026 eingereicht werden.



