Finaler FDA-Leitfaden für onkologische therapeutische Radiopharmazeutika

Anfang August hat die FDA einen finalen Leitfaden für Radiopharmazeutika zur Krebsbehandlung mit dem Fokus auf die nicht-klinischen Studien und die Produktkennzeichnung veröffentlicht. In der Regel werden solche therapeutischen Radiopharmazeutika intravenös verabreicht und sollen zytotoxische Strahlenwerte selektiv an Tumorstellen abgeben.

Es geht in diesem Leitfaden also speziell um die radiopharmazeutischen Produkte, die systemisch verabreicht werden und ein Radionuklid enthalten und deren Anwendung zur Behandlung oder zur Linderung der tumorbedingten Symptome dient. Das Dokument soll eine Ergänzung sein und für die Bereiche Hilfestellung und Empfehlungen geben, die von den sonstigen FDA- und ICH-Richtlinien nicht abgedeckt werden, z.B. nicht-klinische Studien zur Unterstützung von First-in-Human (FIH)-Studien und Zulassungen. Er bietet damit auch zusätzliche Informationen, die über den Leitfaden zur nichtklinischen Bewertung der späten Strahlungstoxizität therapeutischer Radiopharmaka (November 2011) hinausgehen.

Prinzipiell bezieht sich dieser Leitfaden auf Produkte ohne vorhergehende Erfahrungen aus klinischen Phasen. Es kann allerdings auch der Fall sein, dass es, z.B. für den Liganden wie Antikörper oder ähnliches, schon Studien zur Sicherheit und/oder Wirksamkeit bei der Krebsbehandlung gibt. In solchen Fällen kann das nichtklinische Programm eventuell reduziert werden oder die FIH-Dosis aus klinischen Daten ermittelt werden.

Inhalt:

Der vorliegende Leitfaden enthält entsprechend Konzepte für

  • die Bewertung der Toxizität des Liganden,
  • die Bewertung der Strahlentoxizität sowie
  • Informationen zur Produktkennzeichnung in Bezug auf Reproduktionstoxizität, Genotoxizität, Karzinogenität, Verhütung und Verwendung bei stillenden Frauen.

Nicht erfasst werden von diesem Leitfaden:

  • therapeutische Radiopharmaka mit lokalem Verabreichungsweg (z.B. intratumoral, intrathekal),
  • externe Strahlentherapie,
  • radioaktiv markierte Impfstoffe und 
  • diagnostische Radiopharmazeutika oder radioaktive Medikamente für Forschungszwecke gemäß 21 CFR 361.1

Allerdings können nicht-klinische Studien, die im Rahmen oder zur Unterstützung der Produktentwicklung diagnostischer Radiopharmaka  durchgeführt werden, die Anforderungen für  die Studien für ein therapeutisches Radiopharmazeutikum erfüllen.

Qualitätsthemen wie Verunreinigungen, Spezifikationen oder Produktstabilität sind ebenfalls nicht durch diese Leitlinie abgedeckt, wenngleich die gesamte radioaktive Zerfallskaskade in den Studien zur Biodistribution und Dosimetrie zur Abschätzung der Strahlungsaktivität in Organen und absorbierten Strahlungsdosen berücksichtigt werden sollte.

Weitere Details entnehmen Sie bitte direkt der Leitlinie "Oncology Therapeutic Radiopharmaceuticals: Nonclinical Studies and Labeling Recommendations"

Desweitern beachten Sie in diesem Zusammenhang von Qualität und Sicherheit bitte den neu zusammengestellten Kurs der ECA Academy "GMP and Quality for Radiopharmaceuticals".

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