FDA aktualisiert Dokument zur Inspektion und Bewertung von Herstellungsstätten
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Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat eine aktualisierte Fassung des Dokuments "Integration of FDA Facility Evaluation and Inspection Program for Human Drugs: A Concept of Operations" (ConOps 2.0) veröffentlicht. Das überarbeitete Dokument ersetzt die ursprüngliche Fassung vom Juni 2017.
Was ist das ConOps?
Das ConOps ist eine interne Vereinbarung zwischen dem Center for Drug Evaluation and Research (CDER) der FDA und deren Office of Inspections and Investigations (OII). Sie legt fest, wie die beiden Organisationen ihre Arbeit koordinieren.
Ziel ist es zu vermeiden, dass Zulassungsprüfung und Standortinspektion als getrennte Prozesse mit getrennten Informationsanforderungen ablaufen. Stattdessen sollen beide aufeinander abgestimmt sein, um bessere und transparente regulatorische Entscheidungen zu treffen.
Das ursprüngliche ConOps wurde im Juni 2017 unterzeichnet. Die zentralen Elemente waren:
- Integrierte Teams, die CDER-Prüfer mit Inspektoren zusammenbrachten
- Konsistente, transparente Standortbewertungen und regulatorische Entscheidungen
- Die Zusage, Betreibern von Standorten innerhalb von 90 Tagen nach Abschluss einer Inspektion einen abschließenden Bescheid, sowie regulatorische Maßnahmen für Standorte mit dem Status Official Action Indicated (OAI) innerhalb von sechs Monaten abzuschließen
Was hat sich mit ConOps 2.0 geändert?
Laut FDA sind die wichtigsten Änderungen die folgenden:
1. Anpassung an die Reorganisation der FDA: Die Fassung spiegelt die Reorganisation vom Oktober 2024 wider, in deren Rahmen ORA zu OII wurde.
2. Remote Regulatory Assessments (RRAs) sind formal Teil des Rahmens.
3. Inspektionsberichte von Partnern aus gegenseitigen Anerkennungsabkommen (Mutual Recognition Agreements, MRA) zählen als Bewertungsgrundlagen.
4. Klarere Rollen und Verantwortlichkeiten.
5. Überarbeitete Ziele:
Das Dokument nennt nun fünf Ziele:
- ein risikobasierter Ansatz für Bewertungen, Inspektionen und Entscheidungen;
- strategische Abstimmung der Funktionseinheiten von CDER und OII;
- größere operative Kapazität durch weniger Doppelarbeit;
- bessere Qualität und Zugänglichkeit von Standortinformationen innerhalb der FDA;
- Erfüllung der User-Fee-Verpflichtungen (PDUFA und GDUFA) mit kürzeren regulatorischen Fristen.
Das Dokument legt außerdem konkrete interne Fristen fest für Preapproval-Inspektionen, Postapproval-Inspektionen, Surveillance-Inspektionen und For-Cause-Inspektionen.
Was es für Hersteller bedeutet
Die Änderungen weisen in eine Richtung: Die FDA wird Standorte künftig auf Basis mehrerer Informationsquellen bewerten und nicht nur durch Vor-Ort-Inspektionen.
- Mehr Remote-Anfragen: Anforderungen von Unterlagen und virtuelle Begehungen können Teil von Zulassungsbewertungen und Inspektionen werden. Standorte, die vollständige, gut strukturierte Dokumentation schnell bereitstellen können, sind besser aufgestellt. Standorte, die dazu nicht in der Lage sind, müssen eventuell mit Nachfragen oder einem Vor-Ort-Besuch rechnen.
- Inspektionen durch MRA-Partner als FDA-relevant behandeln: Eine Inspektion durch eine Behörde der EU oder des Vereinigten Königreichs kann nun direkt Entscheidungen der FDA beeinflussen.
- Standortdossier und Datenintegrität im Griff behalten: Das ConOps bleibt risikobasiert. Die Compliance-Historie eines Standorts, die Qualität seiner Antragsdaten und sein Gesamtrisikoprofil bestimmen weiterhin, ob die FDA inspiziert, aus der Ferne bewertet oder sich auf andere Nachweise stützt.
- CMOs und CDMOs einbeziehen: Auftragshersteller sollten dieselben Erwartungen an die Inspektionsbereitschaft erfüllen wie die eigenen Standorte des Auftraggebers.



