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GMP-News
16. Juli 2007
  

FDA-Vertreter führen Q&A-Session zu OOS-Ergebnissen durch

 
Während der ECA-Konferenz "Out-of-Specification Results" im März berichtete Frederick W. Blumenschein von der amerikanischen Food & Drug Administration (FDA) über die endgültige Version der FDA Guidance for Industry on "Investigating Out-of-Specification (OOS) Test Results for Pharmaceutical Production" vom Oktober 2006. Blumenschein, der auch dem Team angehört, das die endgültige Version der OOS Guidance ausgearbeitet hat, wurde per Video direkt aus dem FDA CDER Office of Compliance in den USA zugeschaltet.

In einer nachfolgenden "Questions & Answers"-Session beantwortete er außerdem zusammen mit zwei Kollegen Fragen der Konferenz-Teilnehmer: Paul Haynie, Compliance Officer in der Abteilung Manufacturing & Product Quality und maßgeblicher Autor der Guidance, sowie John Dietrick, Leiter des Foreign Inspection Teams in der gleichen Abteilung und ebenfalls Autor der Guidance. Dietrick war übrigens der FDA Compliance Officer, der den Barr-Laboratories-Fall bearbeitete.

Im Folgenden sind einige Fragen und Antworten zusammengefasst:

Frage 1:
In der Guidance heißt es, dass der Manufacturing Review vor einem Retest erfolgen sollte. Ist es auch möglich, den Retest durchzuführen und erst dann den Manufacturing Review zu beginnen?

Antwort:
Es mag in bestimmten Situationen angemessen sein, aber normalerweise sollte der Review zuerst erfolgen. Durch einen vorgezogenen Retest sollte ein Manufacturing Review nicht ausgeschlossen oder automatisch für nicht notwendig erachtet werden.

Frage 2:
Im USP gibt es ein General Chapter <1010>. Sind die statistischen Empfehlungen in <1010> für die Behörde akzeptabel, wenn sie Teil eines internen Prozederes sind?

Antwort:
Es ist in Ordnung, die Prozedere in <1010> aufzunehmen, außer wenn sie nicht mit den Empfehlungen unserer (FDA) Guidances übereinstimmen. Die FDA Guidance empfiehlt z.B., dass Outlier Testing in der chemischen Analyse eine sehr untergeordnete Rolle spielt, während es im USP <1010> wesentlich ausführlicher diskutiert wird.
Das Prinzip in unserer Guidance bleibt dasselbe: ein Ergebnis, das als statistischer Ausreißer identifiziert wird, sollte an sich weder dazu führen, dass es ausgeschlossen wird, noch dazu, dass das Gesamtergebnis für ungültig erklärt wird. Es kann zusammen mit anderen Beweisen, die im Laufe der Untersuchung entwickelt werden, zur Unterstützung der Aussage dienen, dass das Gesamtergebnis ungültig ist.

Frage 3:
Wie steht die Behörde zu den in <1010> beschriebenen Methodologien?

Antwort:
Die FDA Guidance gibt keine Empfehlungen zur Wahl von statistischen Outlier Tests. Sie sagt nur, dass die Anwendung von Outlier Tests in einer SOP präzisiert werden und wissenschaftlich einwandfrei sein sollte.

Fragen und Antworten 4 - 11:
Die Fragen 4 bis 11 werden in der nächsten Ausgabe des GMP Journals veröffentlicht, das Ende Juli erscheinen wird. Das GMP Journal (www.gmp-journal.de) wird exklusiv für die Teilnehmer von Concept-Heidelberg-Veranstaltungen herausgegeben. Sofern Sie innerhalb der letzten 12 Monate an einer Concept-Heidelberg-Veranstaltung teilgenommen haben, erhalten Sie die Ausgabe mit weiteren interessanten GMP-Analysen automatisch.

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung der European Compliance Academy (ECA): Conference: "Out-of-Specification Results", Q-and-A session results taken from the ECA Members Area (www.gmp-compliance.org)

 

 

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