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In Ihrem Jahresbericht vom März dieses Jahres warnt das International
Narcotics Control Board (INCB) vor einer Flut von gefälschten
Arzneimitteln. Die Problematik wird gleich im ersten Kapitel im Bericht
beschrieben, was die Wichtigkeit unterstreicht. Die Weltgesundheitsorganisation
WHO schätzt, dass 25 -50 % aller in den Entwicklungsländern eingenommenen
Medikamente Fälschungen sind. Die unwissenden Patienten riskieren so ernsthafte
gesundheitliche Probleme oder gar den Tod. Zum Beispiel wurden im Niger 1995
durch gefälschte Impfstoffe 2500 Todesfälle verursacht.
Dr. Philip Emafo, Präsident des INCB betont, dass das Problem gefälschter
Arzneimittel und der Missbrauch von Medikamenten, die ohne ärztliche Verordnung
bezogen werden schon länger existieren, die schnelle Vergrößerung des
unregulierten Arzneimittelverkehrs die Situation allerdings dramatisch
verschärft hat.
Das UN International Narcotics Control Board hat die Mitgliederstaaten
aufgerufen, die bestehende Gesetzgebung besser durchzusetzen, die Bedrohung
einzudämmen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, den Zugang zu Arzneimitteln
aus legalen Quellen zu erleichtern.
Quelle: United Nations Information Service,
INCB Annual Report, Press Release
No.2 and Report of the International Narcotics Control Board for 2006.
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