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15. Dezember 2005

 

Third Party GMP Audits im Wirkstoffbereich - EMEA gibt grünes Licht

 
Die Richtlinien 2001/83/EC und 2001/82/EC (einschließlich Ergänzungen) des Europäischen Parlamentes und des Rates fordern für die Herstellung von Human- und Tierarzneimitteln die Verwendung GMP-gerecht hergesteller Wirkstoffe.

Die Pharmahersteller sind damit in die Pflicht genommen, den GMP Status ihrer Wirkstofflieferanten und –händler zu prüfen.

Weiterhin wird derzeit diskutiert, bei Einreichung eines Zulassungsantrages eine Bestätigung zur GMP-gerechten Wirkstoffherstellung von Seiten des Antragstellers anzufordern. Dabei wird erwartet, dass der Antragsteller (…)will base such a declaration on carrying out, or having carried out on his behalf, an audit of the manufacturers/distributors of the active substances concerned.' (siehe 1).

Die Durchführung von GMP Compliance Audits ist ein wichtiges Instrument, um den GMP Compliance Status eines Lieferanten sicherzustellen. Dennoch gibt es gerade bzgl. der Auditierung von Wirkstoffbetrieben noch einige offene Fragen, u.a. wegen der behördlichen Akzeptanz von ‚Third Party Audits'.

Die EMEA GMP Inspections Group hat die in diesem Zusammenhang häufig gestellten Fragen kürzlich in einem Frage-Antwortkatalog zusammengestellt (2).

Die Frage '(…) Is an audit performed by a third party acceptable?' wird unter der Voraussetzung, dass kein Interessenkonflikt vorliegt, mit einem klaren JA beantwortet:

'(…) that the results of an audit carried by the third party are credible thus waiving the need for an audit conducted by the manufacturing authorisation holder itself. However, it must also be satisfactorily demonstrated that there is no conflict of interest. Conflicts of interest could arise for example from:

•  A commercial relationship between the organisation performing the audit and the organisation being audited.

•  A personal conflict on the part of the auditor where he/she has been employed by the organisation being audited in the recent past (i.e. within the last 3 years) or has a financial interest in it. (…)' (see (2), Q1/A1).

Damit ist auch die Frage, ob die im Rahmen des ‚APIC Audit Programme' durchgeführten Audits von den Behörden akzeptiert werden, eindeutig beantwortet.

Das "APIC Audit Programme" ist ein standardisiertes Third-Party Audit-Programm zur weltweiten Auditierung von Wirkstoffherstellern, -händlern und Auftragsherstellern und/oder –laboratorien.

Das APIC Audit Programme wurde von der APIC/CEFIC in Kooperation mit CONCEPT HEIDELBERG entwickelt. Ziel dieses auf den Wirkstoffbereich spezialisierten Third Party Audit Programmes ist die Planung, Durchführung und Auswertung eines GMP Compliance Audit nach einem standardisierten Verfahren.

Die Audits werden von APIC zeritifzierten Auditoren durchgeführt.

Das APIC Audit Programm wird vom API Compliance Institute organisiert. Bitte besuchen Sie die entsprechende Website für weitere Informationen (http://www.api-compliance.org).

Literatur:

  1. Draft Guidance on the occasions when it is appropriate for Competent Authorities to conduct inspections at the premises of Manufacturers of Active Substances used as starting materials;
    Klicken Sie hier.
  2. EMEA website, 'Inspections', Good Manufacturing Practice: Questions & Answers on audits of active substances manufacturers
    Klicken Sie hier.
Veranstaltungshinweis:
Wenn Sie an einer Qualifikation zum ‚APIC certified ICH Q7a auditor' interessiert sind und Audits im Rahmen des APIC Audit Programmes durchführen möchten, empfehlen wir das Seminar Certified ICH Q7A Auditor Training Course' (01-03 Februar 2006 in Barcelona/Spanien).

 
Autor:
Dr. B. Jentges
Projektleiterin CONCEPT HEIDELBERG