Navigator Seminare Publikationen Inhouse eLearning Beratung

home
  Navigator Seminare Publikationen Inhouse eLearning Beratung

GMP-News informieren Sie regelmäßig
über Aktuelles und Trends
aus der GMP Welt.

GMP-News


 

GMP-SUCHE

Eingabe der Schlagworte

Suche im Bereich

GMP-News
16. November 2005

 

Umfrageergebnis zur FDA-gerechten Validierung

 
In unserer GMP-News vom 19.09.2005 baten wir Sie um Ihre Einschätzungen zum den neuen Anforderungen der FDA zur Prozessvalidierung. Insgesamt haben sich 28 Pharma- und Wirkstoffbetriebe an der Umfrage beteiligt. Bei allen Teilnehmern dieser Befragung möchten wir uns auf diesem Wege bedanken.

Nachfolgend finden Sie die Auswertung der Umfrage. Da nicht alle Teilnehmer sämtliche Fragen beantwortet haben und auch nicht immer angegeben haben, ob sie im Bereich der Wirkstoffherstellung oder im Bereich der Pharmafertigung tätig sind, weicht die Summe der Einzelwerte von der Gesamtzahl der Umfrageteilnehmer ab.

Wirkstoffherstellung: 7, Pharmafertigung: 18, 3 ohne Angabe

Ja: 1 (Pharmafertigung), Nein: 27

Ja: 9 (Wirkstoffherstellung: 2, Pharmafertigung: 7), Nein: 19 (Wirkstoffherstellung: 5, Pharmafertigung: 11)

Wenn ja, welche Änderungen sind geplant?

Die Aussagen waren sehr heterogen. Von "noch offen" über "Risk based approach", über "3-5 repräsentative Läufe auch retrospektiv" bis zu "continous validation". Eine Mehrfachnennung einzelner Maßnahmen fand nicht statt, insofern lassen sich die Aussagen nicht statistisch auswerten.

Frage 5: Wie werden Sie mit dem "Konflikt" umgehen, dass für die FDA keine feste Zahl der Validierungsläufe genannt wird, im Nicht-FDA-Umfeld aber sehr wohl?

Auch hier gab es sehr unterschiedliche Antworten. Häufungen betrafen folgende Punkte:

  • Weiterhin 3 Läufe: 5 Aussagen (1 Wirkstoffherstellung, 3 Pharmafertigung, 1 ohne Angabe)
  • Fokus auf Risikoanalyse: 3 Aussagen (1 Wirkstoffherstellung, 2 Pharmafertigung)
  • Es wird erwartet, dass die FDA-Philosophie auch im Nicht-FDA-Umfeld übernommen wird: 2 Aussagen

Die anderen Antworten waren sehr heterogen von "noch nicht diskutiert" über "Festlegung im Validierungsmasterplan" bis hin zu "führen bisher schon 6 Läufe durch" war vieles vertreten.

Frage 6: Wie werden Sie auf die FDA-Forderung nach continous validation reagieren?

Auch hier gab es sehr unterschiedliche Antworten. Häufungen betrafen folgende Punkte:

  • Annual Product Review: 7 Aussagen (3 Wirkstoffherstellung, 4 Pharmafertigung)
  • Trending: 3 Aussagen (2 Wirkstoffherstellung, 1 Pharmafertigung)
  • Prozessfähgigkeitsbeobachtung/-analysen: 2 Aussagen (keine Zuordnung zu Wirkstoffherstellung oder Pharmafertigung möglich)

Die anderen Antworten waren sehr heterogen von "noch unklar" über "schrittweise Einführung von PAT" bis hin zu "weitere Chargen als confirmation chargen betrachten" war wiederum vieles vertreten.

Ja: 8 (Wirkstoffherstellung: 1, Pharmafertigung: 6) Nein: 19 (Wirkstoffherstellung: 5, Pharmafertigung: 11)

Wenn ja, wie soll das erfolgen?

Auch hier gab es unterschiedliche Antworten. Häufungen betrafen folgende Punkte:

  • Risikoanalyse: 3 Aussagen (1 Wirkstoffherstellung, 2 Pharmafertigung)
  • ausführl. Entwicklungsbericht als Basis für Validierungsplan: 2 Aussagen (1 Wirkstoffherstellung, 1 Pharmafertigung)

Die anderen Antworten waren sehr heterogen von "ist bereits eingebunden" über "Design of Experiments (DoE)" bis hin zu "Erfahrungsaustausch durch Meetings" war vieles vertreten.

Ja: 14 (Wirkstoffherstellung 3, Pharmafertigung 10) Nein: 13 (Wirkstoffherstellung 4, Pharmafertigung 7).

Ja: 10 (Wirkstoffherstellung: 2, Pharmafertigung: 6) Nein: 18 (Wirkstoffherstellung: 5, Pharmafertigung: 12).

Fazit: Die FDA hinterfragt die 3 Validierungsläufe bisher noch nicht routinemäßig. Folglich möchten die Firmen in überwiegendem Maße an den 3 Validierungsläufen - noch - festhalten. Zur continous validation sehen die Firmen Annual Product Review und Trending als geeignetste Mittel an. Eine stärker Einbindung der Entwicklung wird bei einigen Unternehmen schon durchgeführt. Die Firmen, stützen sich dann auf verstärkte Risikoanalysen und ausführliche Entwicklungsberichte. SPC wird schon recht umfangreich eingesetzt, vermehrt auch Six Sigma.

Überraschend ist, dass im gesamten Kontext nur einmal der Begriff PAT auftauchte.
  

In unserer Veranstaltung "Die neuen FDA-Anforderungen an die Prozessvalidierung", 29.11.05, Mannheim sprechen wir neben dem neuen Compliance Guide auch Themen an, die in der Umfrage genannt wurden:
  • Risk Assessment Tables (RAT) in der Entwicklung
  • DoE (Design of Experiments)
  • Scale up und Prozessvalidierung
  • SPC (Statistical Process Control)
  • Six Sigma
 
Autor:
Sven Pommeranz
CONCEPT HEIDELBERG