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GMP-News
21. Juli 2005

 

Welche Firmen wird die FDA zukünftig häufiger inspizieren?

 
Die FDA diskutiert seit geraumer Zeit, bei welchen Firmen GMP Inspektionen häufiger und bei welchen Firmen sie weniger häufig durchgeführt werden können.Aus diesem Grund hat sie ein internes Meeting einberufen, bei dem Mitglieder eines Advisory Boards befragt wurden. Das Advisory Board berät die FDA regelmäßig zu regulatorischen Fragestellungen. Mitglieder des Advisory Boards sind u.a. Industrievertreter sowie Experten von Universitäten. Nachfolgend lesen Sie Antworten des Advisory Boards zur Frage wie systematisch Prioritäten bei der Auswahl von Herstellungsanlagen für GMP-Inspektionen zugewiesen werden können.

Frage:

Können Sie alternative Herangehensweisen aufzeigen, mit deren Hilfe man systematisch Prioritäten bei der Auswahl von Herstellungsanlagen für GMP-Inspektionen zuweisen könnte?

Antworten:

Ein Mitglied schlug eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen mit den Produkten und Produktionslinien verbundenen Risiken vor, obwohl das Subkomitee die Bedeutung eines effektiven Qualitätssystems im Zusammenhang mit der Arzneimittelherstellung unterstrich. Ein anderer Vorschlag sah die Verwendung eines Entscheidungsbaumes auf, um Prioritäten entsprechend der erwarteten Einrichtungen zuzuweisen.

Außerdem empfahl das Subkomitee, dass die FDA die Verteilung der durch das Modell ausgewählten Produktionsanlagen daraufhin überprüfen solle, ob es ein repräsentatives Gleichgewicht zwischen Anlagen für Generika und neuartige Arzneimittel sowie zwischen Biotech- und herkömmlichen Produktionsanlagen gibt.

Im weiteren wurden dann diskutiert in welchen Bereichen zusätzliche Daten den größten Nutzen bei der Prioritätenzuweisung für GMP-Inspektionen bringen würde

Dabei wurde von einem Advisory Board Mitglied angemerkt, dass ein großes Produktionsvolumen bei der Prioritätenzuweisung nicht überbewertet werden sollte, und schlug einen "Volumen-Risiko-Index" vor, der Faktoren zur Milderung von Risiken, von denen einige mit der Produktion in großem Umfang verbunden sein könnten, voll erfassen würde.

Zu dem Faktor der „Compliance History" (also die Beanstandungen je Firma bei den zurückliegenden Inspektionen) aüßerte sich die Advisory Board ebenfalls. Die Gruppe betonte, dass eine historisch belegte Inkonsistenz der Beanstandungen während Inspektionen die Nützlichkeit der Beanstandungen für die Prioritätenzuweisung einschränken könnte. Es wurde jedoch anerkannt, dass diese Einschränkung im Laufe der Zeit weniger problematisch werden könnte, wenn das neue Pharmazeutische Inspektoratsprogramm umgesetzt wird.

Man stimmte darin auch überein, dass es äußerst wichtig sei, sicherzustellen, dass das Modell die richtigen Leistungsanreize fördert, die stabile Qualitätssysteme, die kontinuierliche Verfügbarkeit medizinisch wichtiger Arzneimittel und eine ständige Verbesserung unterstützen.

Ein weitere Vorschlag bezog sich darauf, dass Personalfluktuation ein hilfreicher Indikator sein könnten, den man einbeziehen sollte, dass es jedoch schwierig sein könnte, genaue Daten zu diesem Faktor zu bekommen. Weiterhin wurde vorgeschlagen, dass Sachverständigenaussagen ein positiver Schritt in den risikobasierten Analysen der FDA seien, wollte jedoch sicherstellen, dass solche Aussagen formell in die Analysen eingebunden würden.

Schließlich wurde betont, dass das Verständnis der risikobehafteten Bereiche sowohl für die FDA als auch für die Industrie hilfreich bei der Zuteilung von Mitteln sei. Die FDA muss der Industrie mit ausreichender Transparenz dabei helfen, die Faktorenrangfolge des Modells zu verstehen, und es den Firmen erlauben müsse, ihre Rangfolge in Richtung des gewünschten Status zu verbessern und ihre internen Ressourcen dementsprechend zuzuteilen.

Falls Sie das Pilotprogramm der FDA noch nicht kennen, empfehlen wir Ihnen die Präsentation von Nga Tran (Exponent) und Brian J. Hasselbalch (FDA). Clicken Sie hier.

Quelle: www.fda.gov
  

Das Thema der risikobasierenden Inspektionen der FDA ist integraler Bestandteil des 3 Tage Intensivlehrgangs:

How to Pass EU and FDA Inspections - GMP Compliance Auditor Course
16-18 November 2005
Prague, Czech Republic

  
Zusammengestellt von:
Oliver Schmidt
CONCEPT HEIDELBERG
   
 

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