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30. Juni 2005

 

Neue Entwürfe zu Pharmawasser und Reindampf von der USP

 
In den vergangenen Monaten wurden innerhalb der USP die Themen Wasser und Reindampf heiß diskutiert. Einige neue Monographien werden erscheinen, andere werden geändert werden. Daraus ergeben sich zwangsläufig die folgenden Fragen:
  • Wie stark sind die Auswirkungen im Bereich Pharmawasser und Reindampf?
  • Welche Änderungen resultieren daraus für bestehende Systeme und Anlagen?
  • Wie sind die Monographien richtig auszulegen?

Insbesondere Textstellen in der Monographie USP <1231> wurden in letzter Zeit in führenden Fachzeitschriften für die Industrie misinterpretiert, was letztlich zu einer Verwirrung der Endanwender führen könnte.

Hier erste Informationen zu den Änderungen:

USP <644> Leitfähigkeit
Die Messung der Leitfähigkeit wird in EP (Europäische Pharmakopöe) 2.2.38 im Hinblick auf die verwendete Ausrüstung und die früher empfohlenen Kalibrierlösungen kontrovers beschrieben. Jedoch gab es in der USP noch nie zuvor eine Monographie zum Thema Leitfähigkeit. Das wird sich ändern, und die Monographie <644> wird sich den Anforderungen an die Leitfähigkeit innerhalb der USP widmen. Sie beschreibt detailliert die Messung sowie die korrekten Kalibrierprozeduren für die Instrumentierung und die Zellkonstante.

USP <1231> Wasser für pharmazeutische Zwecke
Der Inhalt von USP <1231> wurde in den letzten Jahren erweitert. Das jüngste Kapitel wirft vermehrt Diskussionen auf und führt zu Überlegungen bezüglich Lagerung und Verteilung, Probenahme, Sanitisierung und anderer für ein Wasseraufbereitungssystem kritischer Themen. Es kann für die Überprüfung und Verbesserung bestehender Validierungsverfahren sowie für die Erstellung eines Lastenheftes für ein neues Wassersystem hilfreich sein. Die Monographie hat eine stark technische Ausrichtung und unterstützt sowohl den Anlagenbau als auch die Qualitätssicherung.

USP <1232> Instrumentierung für die Analyse von hoch gereinigtem Pharmawasser
TOC ist einer der kritischen Parameter in Bezug auf Pharmawasser. Doch welcher Technologie aus der Palette der verschiedenen Geräte soll man den Vorzug geben? Und für welchen Anwendungszweck? USP <1232> konzentriert sich auf die Unterschiede zwischen den Analysegeräten für das TOC-Monitoring und beleuchtet darüber hinaus die Anforderungen an die Leitfähigkeit. Das Kapitel gibt der Gruppe der Endanwender erstmals auch Ratschläge zur Kalibrierhäufigkeit.

<Pure Steam>
Dampf hat ein breites Anwendungsspektrum in der pharmazeutischen Industrie. Aber wie definieren Sie Ihren Dampf? Handelt es sich um "Clean Steam" oder um "Pure Steam"? Für Dampf gab es noch nie eine allgemein anerkannte Definition innerhalb der pharmazeutischen Industrie. Die USP-Monographie bringt mehr Licht in diese Diskussion und enthält klar definierte Anforderungen an High-Purity Steam.

Autor: 
Stefan Raabe
Mettler-Toledo THORNTON
 

Das 3-Tage-Intensivseminar "Pharmawasser: FDA- und GMP-konform" informiert u.a. über diese aktuellen Vorgaben. Darüber hinaus organisieren wir am 27./28. September das Praxisseminar "Rohrleitungen für Pharmawasser und Reinstdampf". Hier können Sie die moderne Pharmawasseranlage der Strathmann Biotec besichtigen.