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18. April 2005

 

EMEA und FDA intensivieren die Zusammenarbeit

 
Die Zusammenarbeit zwischen der EU, vertreten durch die EMEA, und der US-amerikanischen FDA ist wieder intensiver geworden. Nachdem das Mutual Recognition Agreement (MRA) "auf Eis" gelegt wurde, bemühen sich beide Seiten nun wieder darum, die Standards und Guidelines zu harmonisieren sowie Informationen über GMP-Inspektionen auszutauschen. Das Ziel des MRA-Abkommens war es, die GMP-Inspektionen der jeweils anderen Behörde anzuerkennen. Dieses Vorhaben ist im Gegensatz zu anderen MRAs (z.B. zwischen EU und Kanada) nie über die Evaluierungsphase hinaus gekommen.

Seit September 2004 existiert nun aber eine Geheimhaltungsvereinbarung zwischen der EU (EC und EMEA) und der FDA.

Die Vertraulichkeitsvereinbarungen legen u.a. einen Rahmen für den möglichen Austausch von Informationen zu ersten Entwürfen von Gesetzen und regulatorischen Richtlinien sowie von nichtöffentlichen Informationen fest, die sich auf die Gewährleistung der Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Human- und Veterinärarzneimitteln (einschließlich Orphan Drugs) beziehen, die in den USA und der EU zugelassen sind oder überprüft werden.

Unter anderem wurde der folgende regelmäßige Austausch von Informationen vereinbart:

  • der vierteljährliche routinemäßige Austausch einer Auflistung bestimmter vereinbarter Informationen zur Antragsstellung sowohl vor als auch nach der Zulassung
  • der vierteljährliche routinemäßige Austausch einer Auflistung der Inspektionen (bezüglich GMP, GCP und Pharmakovigilanz), die bei einer ausgewählten Gruppe von Produktionsstätten, die für beide Seiten von Interesse sind, im vorhergehenden Vierteljahr durchgeführt wurden oder die wahrscheinlich im kommenden Vierteljahr stattfinden werden
  • der vierteljährliche routinemäßige Austausch einer Auflistung der im Entwicklungsstadium befindlichen Richtlinien

Dieser regelmäßige Austausch hat bereits am 1. Oktober 2004 begonnen!

Diese Vorgehensweise hat für EU-Firmen zur Folge, dass z.B. GMP-Inspektionen zu zentral zugelassenen Arzneimitteln, die die EMEA durchführt, auch der FDA bekannt sind.

Die Entwicklung zeigt, dass die GMP-Harmonisierung auf vielen Ebenen im Gange ist. Guidances und Inspektionen werden mehr und mehr "inline" gebracht. Über die ICH-Initiative wurden nach ICH Q7A GMP für die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen kürzlich noch zwei weitere "Q"-Guides auf den Weg gebracht:

  • ICH Q8 "Pharmaceutical Development"
  • ICH Q9 "Quality Risk Management"

Die internationale GMP-Harmonisierung ist daher Gegenstand von

The GMP Conference

mit 4 ICH Expert Group Mitgliedern sowie Behördenvertreten von FDA, PIC/S, MPA, MHRA und EMEA. Die Veranstaltung bietet die einmalige Möglichkeit, die Entscheidungsträger zu treffen. Mehr hierzu unter www.gmp-conference.org

Autor:
Oliver Schmidt
CONCEPT HEIDELBERG
 

FDA- und EU-GMP-Inspektionen sind auch Gegenstand einer Veranstaltung am 28. April in Mannheim. Klicken Sie hier, um mehr zu lesen.