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GMP News
5. April 2005
 

 Neuer GAMP-Guide zu Risk Management

 

Elektronische Aufzeichnungen und zunehmend auch der Einsatz der elektronischen Unterschrift spielen im qualitätsregulierten pharmazeutischen Umfeld ein zentrale Rolle, lösen immer häufiger auch die papiergebundene Dokumentation ab.

1997 formulierte die amerikanische FDA im 21 CFR Part 11 Anforderungen an „Elektronische Aufzeichnungen und Unterschriften". Die folgenden Jahre waren geprägt von vielfältigen, teilweise sehr kontrovers diskutierten Interpretationen dieser Verordnung.

Im September 2003 stelle die FDA im "Guidance for Industry Part 11, Electronic Records; Electronic Signatures – Scope and Application" ihre aktuelle Interpretation des 21 CFR Part 11 vor. Gleichzeitig wurde auch die Überarbeitung des 21 CFR Part 11 angekündigt.

Im März 2005 veröffentlichte die GAMP SIG (Special Interest Group) dazu einen Good Practice Guide „ A Risk-Based Approach to Compliant Electronic Records and Signatures".

Bestelladresse: http://www.ispe.org/gamp/

Der Guide, welcher im Aufbau dem GAMP 4 angelehnt ist, gibt Interpretationshilfen, wie regulatorische Anforderungen an elektronische Aufzeichnungen und Unterschriften erfüllt werden können, insbesondere im Hinblick auf Datenintegrität, Datensicherheit und Zugänglichkeit über die geforderte Aufbewahrungsfrist.

Dazu wird ein „Risikomanagement-Ansatz" vorgestellt, um die „Compliance" regulatorisch geforderter elektronischer Aufzeichnungen und Unterschriften sicher zu stellen.

Der Guide fokussiert dabei sowohl auf neue als auch auf bestehende automatisierte Systeme. Die Basis ist immer ein gut dokumentiertes, validiertes System und eine ausreichende operative Kontrolle desselben. Dieser Risikomanagement-Ansatz baut auf dem folgenden Ablauf auf:

  • Identifizierung regulatorisch geforderter elektronischer Aufzeichnungen und Unterschriften
  • Bewertung des Einfluss der elektronischen Aufzeichnung auf die Produktqualität bzw. Patientensicherheit
  • Bewertung der Risiken elektronischer Aufzeichnungen
  • Implementierung von Steuerungsmechanismen, um die Risiken zu beherrschen
  • Überprüfung der Effektivität dieser Steuerungsmechanismen

Der Guide selbst ist unterteilt in die 4 Hauptkapitel

  • Introduction
  • Risk Management Process
  • Applying the Risk Management Process
  • Controls

und in die Anhänge

  • Validation
  • Audit Trail and Data Security
  • Record Retention, Archiving, and Migration
  • Copies of Records
  • 21 CFR Part 11 Legacy Systems
  • Examples of Records and Signatures Required by GxP Regulations
  • Case Studies
  • Copy of GAMP 4, Appendix M3
  • Example Template Form of Risk Assessment and Identification of Controls
  • Form of Previous Assessed 21 CFR Part 11 Systems
  • Current Regulatory Situation
  • Glossary
  • References

Dieser GAMP Good Practice Guide ist wieder ein informatives Dokument, welches den aktuellen Stand von Wissen und Technik vorbildlich darstellt.

Weitere Informationen zu den Inhalten dieses Guide und der praktischen Umsetzung können Sie auch in den folgenden Veranstaltungen erfahren:

GMP-gerechte Risikoanalyse bei der Computervalidierung; 21./22. April 2005, Heidelberg

The Risk-based Approach to Validation; with the Emphasis on Computer Systems and Electronic Records; 9./10. Mai 2005, Barcelona

Computer Validation in GxP Compliance; 11./12./13. Mai 2005, Barcelona

Validierung computergestützter Systeme; 21./22. Juni 2005, Heidelberg

FDA-/GMP-Anforderungen an die IT-System- und Datensicherheit; 23. Juni 2005, Mannheim

Autor:
Dr. Andreas Mangel
Projektleiter
CONCEPT HEIDELBERG

 


 

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