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23. August 2004
 

Dissolution Testing in Human Drug CGMP Notes

 
Die FDA erhielt von eigenen FDA-Inspektoren, aber auch aus der pharmazeutischen Industrie Anfragen, welche Abweichungen vom USP Dissolution Test signifikant genug sind, dass dafür eine Beanstandung im Formblatt 483 während einer FDA Inspektion ausgestellt werden muss. Ist es beispielsweise schon gerechtfertigt einen 483-Eintrag vorzunehmen, wenn Ergebnisse von Dissolution Tests zeigen, dass Stage 1 des Dissolution Tests nicht erfüllt wurde?

In den Human Drug CGMP Notes vom März 1995 und März 1996 hat die FDA diesen Sachverhalt in einer für die pharmazeutischen Industrie erfreulichen Form klargestellt:

Selbst regelmäßige Abweichungen auf Stufe 1 der Freisetzungsprüfung bei einem Arzneimittel sind nicht so signifikant, dass dafür eine 483er Eintragung gerechtfertigt wäre. Genauso wenig eine gelegentliche Überschreitung der Stufe 2. Eine Charge besteht erst dann den Dissolution Test nach USP nicht, wenn sie auch auf Stufe 3 nicht entspricht.

Erst wenn bei einem bestimmten Produkt häufig die Stufe 2 nicht eingehalten wird und gleichzeitig andere Chargen dieses Produktes in Stufe 3 abgelehnt werden müssen, wird ein 483-er Eintrag für angemessen gehalten.

Soweit die Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen zum Dissolution Test in den Human Drug CGMP Notes.

Eine sehr aktuelle Publikation zur Freisetzungsprüfung aus dem Jahr 2003, die unter Mitwirkung der FDA entstanden ist, ist das FIP/AAPS Positionspapier zur Freisetzungsprüfung von neuen und speziellen Darreichungsformen. Diese Veröffentlichung "FIP/AAPS Guidelines to Dissolution/in Vitro Release Testing of Novel /Special Dosage Forms" finden Sie hier.
  

Die Freisetzungsprüfung bei speziellen Darreichungsformen, wie Suspensionen, Zäpfchen, Cremes, Salben, etc. ist auch ein Thema bei der ECA Konferenz "Quality Aspects of Dissolution Testing", die am 29. und 30 September 2004 in Zürich stattfindet. Zehn Referenten aus der pharmazeutischen Industrie und der Behörde informieren Sie über aktuelle Themen, u.a.:

  • Einsatz der Lichtleiter-Technolgie bei der Freisetzungsprüfung
  • Automatisierte Freisetzungsprüfung durch At-Line Inprozesskontrollen
  • Harmonisierungsbestrebungen der Arzneibücher (Ph.Eur./USP)
  • Aktuelle Anforderungen aus Sicht der Zulassungsbehörde
  • Entwicklung und Validierung von Freisetzungsprüfungen

Dieser Link führt Sie zum vollständige Einladungsprogramm für diese Konferenz.

 
Autor:
Dr. Günter Brendelberger
CONCEPT HEIDELBERG