EMEA im veränderten europäischen Umfeld
In den nächsten Jahren wird sich die im
Jahr 1995 gegründete EMEA (European Agency for Medicinal Products) den
Herausforderungen einschneidender Veränderungen im europäischen Umfeld
(EU Erweiterung) sowie im legislativen Bereich (bspw. Umsetzung der neuen EU
Directive on Clinical Trials) stellen müssen.
Um den damit verbundenen Anforderungen
gewachsen zu sein, hat die EMEA bereits im Januar diesen Jahres einen
Aktionsplan veröffentlicht (The Action Plan for Improvements for Human
Medicines (1)). Schließlich wurden in der am 23.März 2004
veröffentlichten ‚EMEA Road Map' (The European Medicines Agency Road
Map to 2010: Preparing for the Future; 2,3,4) Strategien zur Umsetzung
der festgelegten Ziele im Detail zur Diskussion gestellt.
Im ‚Road Map' hat die EMEA für Ihre
vielfältigen Tätigkeiten ingesamt sechs Kern-Arbeitsgebiete definiert
und für die jeweiligen Arbeitsgebiete entsprechende Ziele sowie konkrete
Maßnahmen zu deren Umsetzung beschrieben. Die in der Road Map definierten
sechs Arbeitsgebiete der EMEA sind:
- Area of Scientific Advice
- Area of Scientific Assessment
- Area of Post-Authorisation Activities
- Area of Transparency and Communication
- Area of Provision of Information to
Patients
- Area of GXP
Ziele im GXP-Bereich
Im GXP-Bereich hat sich die EMEA zum Ziel
gemacht, ein europäisches Qualitätssystem aufzubauen. Ziel ist dabei
u.a. die verbesserte Kommunikation zwischen den Assessoren und den GXP
Inspektoren und die Erhöhung der Transparenz von notwendigen
Informationen. Durch die entsprechenden GMP bzw. GCP ‚Inspection
Services Groups' soll die Zusammenarbeit der EMEA mit den entsprechenden
Behörden der EU Mitgliedsstaaten ermöglicht bzw. verbessert werden.
Im GMP-Bereich wird besonderes
Augenmerk auf ein gemeinsames Inspektionsprogramm der europäischen GMP
Inspektorate gelegt, um einen gleichbleibenden Qualitätsstandard bei
GMP-Inspektionen innerhalb der erweiterten EU gewährleisten zu können.
Zur Verbesserung der behördlichen
Transparenz von Informationen zu Pharma- und Wirkstoffherstellern soll
eine europäische Datenbank angelegt werden, in der u.a. Informationen
über die Herstellungserlaubnis, zu Inspektionen und ein Register über
erteilte GMP Zertifikate eingerichtet und gepflegt werden soll.
Im GCP-Bereich ist die EMEA bei
der Umsetzung der EU Directive on Clinical Trials (5) gefordert.
Ziele im GCP-Bereich sind u.a. eine Harmonisierung der
Inspektionspraktiken sowie die Pflege einer Datenbank, in der Angaben zu
klinischen Prüfungen verwaltet werden. Besonderes Augenmerk soll dabei
zukünftig auf Bioverfügbarkeitsstudien gelegt werden.
Ende der Kommentierungsphase bereits
erreicht
Die Kommentierungsphase zur EMEA Road Map
endete am 30. Juni diesen Jahres. Es bleibt abzuwarten, welche Kommentare
berücksichtigt wurden und wie die Ziele in der endgültigen Version der
EMEA Road Map formuliert sein werden.
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