TOPAKTUELLE
SEMINARE / KONFERENZEN

Validierung computergestützter Systeme
21./22. Januar 2009, Heidelberg

ICH Q9 Kurs Risikomanagement
22./23. Januar 2009, Mannheim

Mikrobiologische Testverfahren (M 2)
27./28. Januar 2009, Leimen

Gute Lagerhaltungspraxis / Gute Transportpraxis
27./28. Januar 2009, Karlsruhe

Praxis der Kalibrierung (PT 4)
Praxis der Messtechnik (PT 21)

27.-29. Januar 2009, Heidelberg

SITEMAP

IMPRESSUM

GMP-News
28. Juni 2004
 

FDA Warning Letter Report

 
Jedes Jahr (seit 2000) erstellt CONCEPT HEIDELBERG den FDA Warning Letter Report. Hier wird - bezogen auf das zurückliegende Fiscal Year 2003 - eine systematische Analyse der Findings vorgenommen.

Wertet man die Warning Letters der FDA nach dem Kriterium der dort zitierten Paragrafen aus dem Part 211 des 21 CFR (Code of Federal Regulations) aus, so erhält man ein Bild über die hauptsächlichen Mängel, die die FDA bei ihren Inspektionen vorfindet.

Für das Fiskaljahr 2003 (Okt. 2002 bis Sept. 2003) liegt nun eine vollständige Auswertung von insgesamt 42 Warning Letters, die Paragrafen aus Part 211 zitieren, vor. Nach Häufigkeit der Zitate angeordnet ergibt sich folgende Übersicht:

Die folgende Tabelle zeigt die genaue Bezeichnung der Paragrafen sowie deren Zuordnung zu den einzelnen Systemen, die die FDA gemäß ihres seit Februar 2002 offiziellen systemorientierten Inspektionsansatzes betrachtet (s. unsere GMP-News vom 16. Juli 2003).

CFR-Paragraf

Genaue Bezeichnung

Anzahl der Zitate (Anzahl Zitate im FY 02)

System

211.100

Written procedures; deviations

Subpart F – Production and Process Controls

25 (32)

Quality System

211.165

Testing and release for distribution

Subpart I – Laboratory Controls

24 (22)

Quality System + Laboratory Control System

211.22

Responsibilities of quality control unit

Subpart B – Organization and Personnel

18 (21)

Quality System

211.192

Production record review

Subpart J – Records and Reports

18 (21)

Quality System

211.188

Batch production and control records

Subpart J – Records and Reports

17 (20)

Production System

211.68

Automatic, mechanical, and electronic equipment

Subpart D – Equipment

16 (8)

Facilities and Equipment System

211.160

General requirements

Subpart I – Laboratory Controls

16 (22)

Quality System + Laboratory Control System

211.84

Testing and approval or rejection of components, drug product containers, and closures

Subpart E – Control of Components and Drug Product Containers and Closures

15 (11)

Materials System

211.25

Personnel qualifications

Subpart B – Organization and Personnel

14 (15)

Quality System

211.130

Packaging and labelling operations

Subpart G – Packaging and Labeling Control

11 (7)

Packaging and Labeling System

211.186

Master production and control records

Subpart J – Records and Reports

11 (7)

Production System

211.166

Stability Testing

Subpart I – Laboratory Controls

9 (19)

Laboratory Control System

211.194

Laboratory records

Subpart J – Records and Reports

9 (10)

Laboratory Control System

211.67

Equipment cleaning and maintenance

Subpart D – Equipment

8 (21)

Facilities and Equipment System

211.110

Sampling and testing of in-process materials and drug products

Subpart F – Production and Process Controls

8 (14)

Production System

211.122

Materials examination and usage criteria

Subpart G – Packaging and Labeling Control

8 (8)

Packaging and Labeling System

211.125

Labeling issuance

Subpart G – Packaging and Labeling Control

8 (3)

Packaging and Labeling System

211.198

Complaint files

Subpart J – Records and Reports

8 (10)

Quality System

Aus dieser Zusammenstellung wird klar ersichtlich, dass Mängel im Quality System am häufigsten gefunden werden. Spitzenreiter, wie auch schon im Vorjahr ist der § 211.100, der die Erstellung, Genehmigung und Handhabung von schriftlichen Arbeitsanweisungen im Produktionsbereich und den Umgang mit Abweichungen beschreibt (s. unsere GMP-News vom 19. März 2003; die dort vorgestellte Auswertung bezieht sich nicht auf das Fiskaljahr sondern auf das Kalenderjahr 02). Die Findings bezogen sich darauf, dass entweder keine schriftlichen Anweisungen vorlagen oder dass sie nicht befolgt wurden – Versäumnisse, die der Quality Unit zugerechnet werden, ebenso wie in den Bereichen "Chargenprüfung und Freigabe" (211.165) bzw. "Überprüfung der Herstelldokumentation" (211.192). Auch die mangelhafte Wahrnehmung der Verantwortlichkeiten und Pflichten durch die QU wurde von der FDA häufig kritisiert.

Wie zu erwarten unterscheidet sich das Bild in den oberen Rängen der "Top Ten" des FY 2003 nicht grundsätzlich von dem des FY 2002. Gemäß dem "System-based inspection approach" nimmt die FDA bei jeder Inspektion das "Quality System" sehr genau unter die Lupe.

Dagegen ist ein starker Anstieg der Findings im Bereich "Facilities and Equipment System" bezüglich Qualifizierung, Validierung und Kalibrierung von Produktionsequipment zu verzeichnen (211.68) – desgleichen im Bereich "Packaging and Labeling System" bezüglich Handhabung und Kontrolle von Etiketten (211.125).

Stark zurück gegangen sind die Beanstandungen zu "Equipment cleaning and maintenance" (211.67) und "Stability testing" (211.166); allerdings sind diese Themen, obgleich weniger häufig, immer noch unter den "Top Ten" zu finden.

Grundsätzlich liefern Auswertungen von Warning Letters wertvolle Hinweise für die Vorbereitung von FDA-Inspektionen. Eine der wichtigsten Aufgaben im Vorfeld einer FDA-Besuchs besteht demnach darin, eventuelle Lücken im "Quality System" ausfindig zu machen und zu schließen. Da die anderen Systeme mit dem "Quality System" an mehreren Stellen gemeinsame Schnittmengen haben, dürfte ein solches Vorgehen recht effizient sein.

Als Ergebnis unserer Analyse entstehen Datensammlungen, die die genauen Beschreibungen der jeweiligen Findings enthalten. Zukünftig werden wir auf der Basis dieser sehr umfangreichen Datensammlung Detailanalysen publizieren, die sich dann mit Abweichungen zu einzelnen der Top-10-Findings befassen. Ein Beispiel für die Datensammlung sehen Sie, wenn Sie hier klicken.

Für die Mitglieder der European Compliance Academy haben wir die Top-3-Abweichungstabellen in die Members Area gestellt. Sie können hier die Members Area aufrufen.
   

Zu den am häufigsten genannten Abweichungen in FDA Warning Letters bieten wir top-aktuelle Seminare mit Referenten aus Behörde und Industrie an.

Über Arbeitsweise, Struktur und Regelwerke informiert unser Praxisseminar 
FDA kompakt, 5./6. Oktober 2004, Mannheim

Zu den cGMP-Anforderungen informieren:

Responsibilities of Quality Unit (211.22 CFR)

Written Procedures (including Validation Requirements; 211.100 CFR)

Testing and Release for Production (211.165 CFR/211.160)

Batch Production and Control Records (211.188 CFR)

Automatic, mechanical and electronic equipment (211.68 CFR)

Stability Testing (211.166 CFR)

Informieren Sie sich umfassend über die neuesten Entwicklungen und Trends.

 
Autor:
Dr. Gerhard Becker
CONCEPT HEIDELBERG
   
 

GMP Suchmaschine

  Suchbegriff
  

  

  Suchen in
 

     

Toplinks

VERANSTALTUNGSÜBERSICHT

DOWNLOAD-BEREICH

GMP BERATUNG

REG-NAVIGATOR

WIR ÜBER UNS

HOME

Aktuell

AUCH 2009 WIEDER SONDERKONDITIONEN BEI DER DEUTSCHEN BAHN

Teilnehmer von Concept Heidelberg-Veranstaltungen erhalten bei der Deutschen Bahn auch 2009 wieder Sonderkonditionen für die Anreise mit der Bahn. Genaueres lesen Sie hier.

PHARMA-KONGRESS UND CLEAN ROOMS EUROPE KOOPERIEREN IN 2009

Durch eine Kooperation von zwei der führenden Events in Europa erhalten Besucher eine Reihe von Vorteilen. Lesen Sie hier weiter.

TEILNEHMER VON CONCEPT-HEIDELBERG-VERANSTALTUN-GEN ERHALTEN 20% RABATT AUF GMP-HANDBÜCHER

Ab sofort bietet Concept Heidelberg einen neuen Buchungsservice. Bei Buchung eines Seminars über die GMP Navigator Webseite können GMP-Handbücher (z.b. EG-GMP-Leitfaden, FDA cGMP Guide, AMWHV, ICH Q7) mit 20% Nachlass bestellt werden. Mehr lesen Sie hier.

DER PHARMA-KONGRESS PRODUKTION & TECHNIK

Drei GMP-Konferenzen parallel, eine große Ausstellung und Betriebsbesichtigungen machen den Pharma-Kongress zum wichtigsten Branchentreffpunkt
www.pharma-kongress.de

WEBINAR-AUFZEICHNUNG: "AKZEPTANZKRITERIEN IN DER VALIDIERUNG ANALYTISCHER METHODEN"

Immer wieder werden wir gefragt. Wie sieht denn ein Webinar aus? Wie läuft das ab? Und kann man auch eine Aufzeichnung davon erhalten? Wir haben einen 5 minütigen Ausschnitt nun online gestellt. Hier finden Sie mehr.

30 JAHRE CONCEPT HEIDELBERG - EIN UNTERNEHMENSPORTRAIT AUS DER ZEITSCHRIFT "DIE PHARMAZEUTISCHE INDUSTRIE"

Seit 30 Jahren in Heidelberg ansässig, gilt Concept Heidelberg heute als Europas größter Weiterbildungs- und Informationsdienstleister im Bereich der pharmazeutischen Qualitätssicherung. Mehr.