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22. April 2004
 

Neue FDA-Initiative zur Prozessvalidierung


Mit Wirkung vom 12. März 2004 hat die FDA ein schon lange bestehendes Grundsatzdokument zur Validierung von pharmazeutischen Herstellungsprozessen für Arzneimittel überarbeitet, die vor der Vermarktung Zulassungsanforderungen erfüllen müssen. Dieses Grundsatzdokument trägt jetzt den Titel Process Validation Requirements for Drug Products and Active Pharmaceutical Ingredients Subject to Pre-Market Approval (bisher: Process Validation Requirements for Drug Products Subject to Pre-Market Approval). Die sogenannten Compliance Policy Guides (CPG) sind für FDA-Angestellte bestimmt und sollen zur Einheitlichkeit der Grundsatzentscheidungen der Behörde in Sachen GMP-Konformität beitragen.

Wie schon die Vorgängerversion dieser Grundsatz-Richtlinie bestätigt auch die neue Version, dass FDA-Angestellte, die über die Marktzulassung von Arzneimitteln entscheiden, einen Zulassungsantrag genehmigen können, noch bevor eine Firma eine oder mehrere Validierungschargen in handelsüblicher Chargengröße produziert hat. Das revidierte CPG erkennt erneut bestimmte Bedingungen an, unter denen eine Firma Arzneimittelchargen auf den Markt bringen kann, während sie noch Daten zur Bestätigung der Validität des Herstellungsprozesses sammelt.

Neu an dieser Version ist die Anerkennung der Rolle neuer komplexer technischer Prinzipien und Steuerungstechnologien bei der Sicherung der Chargenqualität. Im Hinblick auf Arzneimittel, die mithilfe dieser neuen Prinzipien und Technologien hergestellt werden, ermöglicht dieses CPG Ausnahmen von der Regel, dass vor dem ersten Verkauf mehrere Validierungschargen produziert werden müssen. In dieser Version fehlt auch der Hinweis auf "drei" Validierungschargen in handelsüblicher Chargengröße als ausreichende Mindestmenge zum Erbringen des Validierungsnachweises: es wird keine feste Zahl mehr erwähnt. Diese Version verdeutlicht außerdem die Bedeutung der Informationsgewinnung nach der Vermarktung, insbesondere in Bezug auf jene Chargen, die direkt nach den Validierungschargen gefertigt werden. Und schließlich beinhaltet dieses Dokument einen Hinweis auf den derzeit anerkannten Standard für cGMPs bei der Herstellung von Wirkstoffen: Guidance for Industry, Q7A, GMP Guidance for Active Pharmaceutical Ingredients, herausgegeben im August 2001.

Dies stellt einen wichtigen ersten Schritt im Plan der FDA dar, sich dem Bereich der Prozessvalidierung zuzuwenden. Der nächste Schritt wird darin bestehen, die Guideline on General Principles of Process Validation (Mai 1987) auf den neuesten Stand zu bringen, um moderne Herstellungsprinzipien, -technologien und -forschungsergebnisse einzubeziehen. Dieses Update wird dann in Übereinstimmung mit dem "Good Guidance Practice"-Verfahren der FDA revidiert werden und vor seiner Fertigstellung die öffentliche Bekanntmachung sowie Kommentare aus der Industrie einschließen. Als letzten Schritt in diesem Prozess wird man sich mit der vorgeschlagenen Revision der cGMPs, dem Federal Register vom 3. Mai 1996, Current Good Manufacturing Practice; Proposed Amendment of Certain requirements for Finished Pharmaceuticals, befassen. Diese Bestrebungen werden in Einklang mit der FDA-Initiative zur Regulierung der pharmazeutischen Qualität erfolgen, die unter dem Titel "Pharmaceutical cGMPs for the 21st Century: A Risk-Based Approach" bekannt ist. Über Fortschritte in diesen Belangen wird in zukünftigen Ankündigungen zur Initiative berichtet werden.
 

Wir informieren Sie umfassend über die Anforderungen an die Validierung und berücksichtigen stets die neuesten Entwicklungen. Zum Themenkreis Validierung organisieren wir:

 
Quelle:
http://www.fda.gov/