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6. November 2003
 

FDA-Einschätzung zu Total Organic Carbon (TOC)
bei der Reinigungsvalidierung

 
In den Human Drug CGMP Notes vom 1. Quartal 2002, die auf Anfrage unter Bezugnahme auf den Freedom of Information Act von der FDA individuell per Post zugesandt werden, wurde gefragt, ob das Prüfverfahren Total Organic Carbon (TOC) eine akzeptable Methode für die Prüfung auf Reste von Verunreinigungen in der Bewertung der Wirksamkeit von Reinigungsverfahren ist.

Brian J. Hasselbalch, vom Center for Drug Evaluation and Research innerhalb der FDA, gab hierzu folgende Auskunft:

"Ja. Seit der Veröffentlichung der Inspektionsguideline zur Reinigungsvalidierung (FDA Guide to Inspections of Cleaning Validation, 1993) wurden einige Studien veröffentlicht, die die Eignung von TOC bei der Bestimmung von Resten von Kontaminanten gezeigt haben.

Wir meinen, dass TOC oder TC eine geeignete Methode für das routinemäßige Monitoring und für die Reinigungsvalidierung sein kann. Aber damit TOC wirklich funktionieren kann, muss zunächst gezeigt werden, dass ein wesentlicher Teil des kontaminierenden Materials organischer Natur ist und Kohlenstoff enthält, der unter den Bedingungen des TOC Tests oxidiert werden kann. Das ist keine einfache Aufgabe, denn wir wissen, dass einige organische Verbindungen sich nicht zuverlässig durch TOC detektieren lassen.

Die Verwendung von TOC kann sowohl bei der direkten Prüfung von Oberflächen ((=Swab Test)), als auch bei der indirekten Prüfung des letzten Spülwassers (rinse water) gerechtfertigt sein. In beiden Fällen muss für den Vergleich mit den festgelegten Grenzwerten der gefundene Kohlenstoff der Zielverbindung / den Zielverbindungen zugeordnet werden können, da TOC nicht verschiedene Verbindungen identifizieren und damit zwischen verschiedenen Verbindungen unterscheiden kann. Deshalb sollte eine Firma den "Hintergrund-Kohlenstoff" (d.h. Kohlenstoff von einer anderen Quelle als der Kontaminante, die entfernt werden soll) so weit wie möglich begrenzen. Das festgelegte Limit – oder die Menge an detektierten Kontaminationsresten, die mit der Spezifikation verglichen werden - sollte hinsichtlich der Kohlenstoffzusammensetzung des Zielmaterials korrigiert werden. Wie für jede Methode, sind auch hier Wiederfindungsstudien erforderlich. Falls TOC Proben über einen langen Zeitraum vor der Durchführung der Analyse aufbewahrt werden, sollte die Firma den Einfluss, den die Lagerungszeit auf die Richtigkeit und Bestimmungsgrenze hat, verifizieren."

Als Referenzen wurden für diesen Beitrag in den Human Drug CGMP Notes aufgeführt:

  • 21 CFR 211.67: Equipment cleaning and maintenance
  • USP <643> Total Organic Carbon
  • Guide to Inspections of Cleaning Validation, 1993

Mehr zum Thema Reinigungsvalidierung erfahren Sie bei unserem Seminar "Reinigungsvalidierung in der Pharma- und Wirkstoffproduktion (QV 12)" am 26./27. November in Heidelberg.

Autor:
Dr. Günter Brendelberger
CONCEPT HEIDELBERG