In den Human Drug CGMP Notes vom 1. Quartal 2002, die auf Anfrage unter
Bezugnahme auf den Freedom of Information Act von der FDA individuell per
Post zugesandt werden, wurde gefragt, ob das Prüfverfahren Total Organic
Carbon (TOC) eine akzeptable Methode für die Prüfung auf Reste von
Verunreinigungen in der Bewertung der Wirksamkeit von Reinigungsverfahren
ist.
Brian J. Hasselbalch, vom Center for Drug Evaluation and Research
innerhalb der FDA, gab hierzu folgende Auskunft:
"Ja. Seit der Veröffentlichung der Inspektionsguideline zur
Reinigungsvalidierung (FDA Guide to Inspections of Cleaning Validation,
1993) wurden einige Studien veröffentlicht, die die Eignung von TOC bei der
Bestimmung von Resten von Kontaminanten gezeigt haben.
Wir meinen, dass TOC oder TC eine geeignete Methode für das
routinemäßige Monitoring und für die Reinigungsvalidierung sein kann.
Aber damit TOC wirklich funktionieren kann, muss zunächst gezeigt werden,
dass ein wesentlicher Teil des kontaminierenden Materials organischer Natur
ist und Kohlenstoff enthält, der unter den Bedingungen des TOC Tests
oxidiert werden kann. Das ist keine einfache Aufgabe, denn wir wissen, dass
einige organische Verbindungen sich nicht zuverlässig durch TOC detektieren
lassen.
Die Verwendung von TOC kann sowohl bei der direkten Prüfung von
Oberflächen ((=Swab Test)), als auch bei der indirekten Prüfung des
letzten Spülwassers (rinse water) gerechtfertigt sein. In beiden Fällen
muss für den Vergleich mit den festgelegten Grenzwerten der gefundene
Kohlenstoff der Zielverbindung / den Zielverbindungen zugeordnet werden
können, da TOC nicht verschiedene Verbindungen identifizieren und damit
zwischen verschiedenen Verbindungen unterscheiden kann. Deshalb sollte eine
Firma den "Hintergrund-Kohlenstoff" (d.h. Kohlenstoff von einer
anderen Quelle als der Kontaminante, die entfernt werden soll) so weit wie
möglich begrenzen. Das festgelegte Limit – oder die Menge an detektierten
Kontaminationsresten, die mit der Spezifikation verglichen werden - sollte
hinsichtlich der Kohlenstoffzusammensetzung des Zielmaterials korrigiert
werden. Wie für jede Methode, sind auch hier Wiederfindungsstudien
erforderlich. Falls TOC Proben über einen langen Zeitraum vor der
Durchführung der Analyse aufbewahrt werden, sollte die Firma den Einfluss,
den die Lagerungszeit auf die Richtigkeit und Bestimmungsgrenze hat,
verifizieren."
Als Referenzen wurden für diesen Beitrag in den Human Drug CGMP Notes
aufgeführt:
- 21 CFR 211.67: Equipment cleaning and maintenance
- USP <643> Total Organic Carbon
- Guide to Inspections of Cleaning Validation, 1993
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Autor:
Dr. Günter Brendelberger
CONCEPT HEIDELBERG