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GMP-News
20. August 2003
 

Erwartungen der FDA an die
Schulungsdokumentation der Labormitarbeiter

 
In den amerikanischen GMP Regeln für Arzneimittelhersteller findet sich im Abschnitt 21 CFR Section 211.25 die allgemeine Forderung nach Ausbildung, Schulung und Erfahrung der Labormitarbeiter.

In den Human Drug CGMP Notes, die auf Anfrage unter Bezugnahme auf den Freedom of Information Act von der FDA individuell per Post zugesandt werden, wurde gefragt, wie ausführlich die Dokumentation der Schulungen für Labormitarbeiter sein müsse, um zu zeigen, dass ein Laborant in der Lage ist, eine Analyse durchzuführen. Ist es hierbei erforderlich die Schulung für jede spezifische Analysenmethode nachzuweisen?

Paul W. Haynie, vom Center for Drug Evaluation and Research innerhalb der FDA beantwortete die Frage wie folgt:
  

"Die CGMPs fordern angemessen geschulte Mitarbeiter, um die Analysen von Arzneimitteln durchführen zu können. Konsequenterweise sollten Unternehmen das spezifische Training, das ein Labormitarbeiter erhalten hat, dokumentieren. Ein Laborant, der in den allgemeinen analytischen Verfahren geschult ist, sei es durch die Besuche von Kursen oder durch einen entsprechenden Abschluss (bsplw. in Chemie), und der darüber hinaus firmenintern geschult wurde oder andere 'Trainings on the Job' durchlaufen hat, die zeigen, dass er mit den spezifischen Methoden seiner Firma vertraut ist, könnte diese CGMP Anforderung erfüllen.

Es ist nicht notwendig, die analytische Schulung jeder einzelnen Produktanalyse zu dokumentieren, sofern die Analysenverfahren für jedes dieser Produkte einem allgemeinen Prinzip folgt, das grundsätzlich geschult wurde. Ist der Laborant zum Beispiel allgemein zum Thema HPLC geschult worden, dann kann er als ausreichend geschult angesehen werden um HPLC Analysen in einem weiten Bereich von verschiedenen Darreichungsformen und Typen durchzuführen. Das gilt auch für alle üblichen Analysenverfahren, die in analytischen Laboratorien ausgeführt werden, wie HPLC, FTIR, UV-Vis, Karl Fischer, GC, DC und Freisetzung, etc.

Manchmal verwendet eine Firma eine Modifikation bei einem allgemeinen Analysenverfahren, zum Beispiel bei der Verwendung eines besonderen Detektors. In diesem Fall, in dem ein Unternehmen eine modifizierte Technik verwendet, die spezifisch auf ihr Produkt angepasst wurde, würden wir erwarten, für den Laboranten eine Dokumentation zu sehen, die zeigt, dass der Labormitarbeiter darin geschult wurde, wie er diese Technik anwenden soll."

 
So weit die Antwort des CDER.

Für die Weiterbildung im Laborbereich empfehlen wir Ihnen die folgenden Veranstaltungen:

Autor:
Dr. Günter Brendelberger
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