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13. Februar 2003
 

White Paper der ISPE zum 
"Risk-Based Approach to 21 CFR Part 11"
  

 
Nach der Veröffentlichung des 21 CFR Part 11 1997 ist von Seiten der FDA in den letzten Jahren als Interpretationshilfe eine Vielzahl von Draft Guidances for Industry veröffentlicht bzw. angekündigt worden. Tendenziell haben die Dokumente die Anwendbarkeit des 21 CFR Part 11 aber nicht erleichtert sondern häufig eher erschwert.

In den letzten Wochen hört man verschiedene Ankündigungen der FDA, die Part 11 Regularien zu überdenken, insbesondere im Rahmen der am 21. August 2002 verkündeten "CGMP Initiative" einen risikobasierten Zugang zur Part 11 Anwendbarkeit zu finden (siehe vorhergehende News zu Electronic Copies).

In diesem Zusammenhang hat die ISPE, wohl auch auf Bitte der FDA, ein White Paper veröffentlicht und zur Diskussion gestellt, das eine Klärung der wichtigsten Fragestellungen liefern soll.

Dabei werden die folgenden Schlüsselthemen adressiert:

  • Definition von "Elektronischen Aufzeichnungen"
  • Audit Trails
  • Archivierung und Bearbeitbarkeit
  • Elektronische Kopien für Inspektionen
  • Hybridsysteme und verfahrenstechnische Lösungen
  • Anwendung der "Elektronischen Unterschrift"

Inhalt der Ausführungen ist, dass man individuell das jeweilige GxP-Risiko (Patientensicherheit bzw. Produktsicherheit) bewertet und daraus dann Maßnahmen ableitet. Am Beispiel der "Elektronischen Aufzeichnungen" bedeutet dies, dass Chargenaufzeichnungen und Analysenresultate als sehr GxP-kritisch angesehen werden, während zum Beispiel Aufzeichnungen über Schulungsmaßnahmen der Mitarbeiter als eher unkritisch eingestuft werden.

Direkt produktbezogene Aufzeichnungen werden somit als sehr kritisch angesehen und deren Integrität muss auf jeden Fall nachweisbar sein, während man bei weniger kritischen (nicht direkt produktbezogenen Daten) einen geringeren Aufwand hinsichtlich Datensicherheit betreiben muss.

Insgesamt ist diese Initiative sehr zu begrüßen und dürfte auch in der GMP-Welt bisher so angewendet worden sein. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Probleme jetzt nicht zur Beantwortung der Frage "was ist GMP-kritisch" verlagern werden.

Um Sie bei der Risikobewertung von Audit- und Validierungsmaßnahmen zu unterstützen, organisieren wir am 21. und 22. Mai das Praxisseminar "Risk Assessment - Basis der Validierung/Qualifizierung (QV 15)", u.a. mit einem Workshop zur Computervalidierung.

Dieser Link führt Sie zum White Paper.

Autor:
Dr. Andreas Mangel
CONCEPT HEIDELBERG