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GMP-News
26. Juli 2002
 

FDA-Anforderungen an 
Transport- und Lagerbehältnisse

 
Neue FDA Guidance for Industry Container Closure Systems for Packaging Human Drugs and Biologics – Questions and Answers

Im Mai 2002 veröffentlichte die FDA (CDER and CBER) eine Guidance for Industry mit Antworten zu Fragen, die von Antragstellern in Bezug auf die im Mai 1999 herausgegebene Guidance on Container Closure Systems for Packaging Human Drugs and Biologics gestellt wurden.

Zwei der drei Fragen beziehen sich auf die Lagerung und den Transport von "Bulk Drug Products", das sind Arzneimittel, die sich noch nicht in ihrer endgültigen Verpackung für den Markt befinden.

Informationen über solche Behältnisse für noch nicht konfektionierte Arzneimittel müssen nur bei biologischen Produkten (z.B. Proteinen) in der Zulassungsdokumentation angegeben werden. Für alle andere Produkte sind im Zulassungsverfahren keine Angaben erforderlich. Allerdings erwartet die FDA sehr wohl, dass mit Daten belegt werden kann, dass diese Behältnisse für den vorgesehenen Zweck geeignet sind. Diese Daten müssen für FDA Inspektionen auch verfügbar sein.

Der Grund, dass bei biologischen Produkten mehr Angaben bei der Zulassung gemacht werden müssen, liegt für die FDA darin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Wechselwirkungen kommt, die die Qualität des Produktes während der Lagerung oder des Transportes negativ beeinflussen, bei biologischen Produkten und Proteinen wesentlich höher ist.

Anmerkung: in den Human Drug cGMP Notes der FDA vom Dezember 1995 schrieb Paul Motise zu der Lagerung von Halbfertigwaren, dass physikalisch/chemisch stabile Zwischenprodukte bei angemessenen Lagerungsbedingungen bis zu 30 Tagen gelagert werden dürfen, ohne dass hierfür Stabilitätsdaten vorliegen. Für instabile Zwischenprodukte oder für Materialien, die mehr als 30 Tage gelagert werden sollen, wurde die Ermittlung von Stabilitätsdaten nach einem vorab genehmigten Stabilitätsprüfplan gefordert.

In der o.g. FDA Guidance zu Packmitteln vom Mai 1999 wurde der Punkt Behältnisse für Bulk Drug Products ebenfalls aufgenommen: die Lagerbehältnisse sollen ausreichend Schutz bieten und aus Material gefertigt sein, das kompatibel und sicher ist. Falls eine Firma "Bulk Drug Products" lagern möchte, muss die maximale Lagerzeit angegeben und begründet werden. Sofern eine verlängerte Lagerung vorgesehen ist, müssen hierfür Stabilitätsdaten vorgelegt werden. Allerdings ist in der Guideline die konkrete Angabe von Paul Motise, ab wann Stabilitätsdaten erforderlich sind (30 Tage), entfallen.

Bezüglich der Transportbehältnisse für Zwischenprodukte (z.B. für den Transport zum Auftrags-Verpacker) sieht die FDA die Eignung durch die jährliche Überprüfung von Chargen in den Follow-up Stabilitätsstudien als ausreichend belegt an. Selbstverständlich müssen auch die Transportbehältnisse ausreichenden Schutz für das Produkt bieten und aus geeignetem Material gefertigt sein.

Zu den Themen Stabilität und Packmittel bieten wir Ihnen in den nächsten Monaten die folgenden Veranstaltungen an:

Bedruckte Packmittel (mit Besichtigung einer Druckerei)
11./12. September 2002, Basel

Stabilitätsprüfung in der pharmazeutischen Industrie
24./25. September 2002, Heidelberg

ECA Education Course
Quality Control and Quality Assurance of Pharmaceutical Packaging Materials
22./23. Oktober 2002, Barcelona

Packmittel Folie - Aktuelle GMP-Anforderungen und neue Aspekte der Qualitätssicherung bei Folien für die pharmazeutische Industrie
12./13. November 2002, Konstanz

Stability Testing in the Pharmaceutical Industry
28./29. November 2002, Barcelona

Autor:
Dr. Günter Brendelberger
CONCEPT HEIDELBERG

  

 

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