In einer Mitteilung vom 4. März 2010 berichtete Authentix, dass ein Konsortium von 10 verschiedenen Firmen aus dem Vereinigten Königreich (Secure Trace Consortium, UK) erfolgreich einen Versuchslauf zur Darstellung einer sicheren Versorgungskette abgeschlossen hat. Bei diesem Pilotprojekt kamen sowohl Maßnahmen der elektronischen Nachverfolgung (tracking) als auch der Authentifizierung (authentication) zum Einsatz. Authentix ist hierbei der führende Partner des Secure Trace Consortiums. Nach Aussage von Jim Rittenburg, Authentix, haben die europäischen Länder für die Nachverfolgung von Arzneimittel nur eine bruchstückhafte Herangehensweise gewählt. Und die USA sind daran gescheitert ein funktionsfähiges "Pedigree" - System aufzubauen. Secure Trace stellt nun eine funktionsfähige Strategie vor: das Pilotprojekt wurde auf eine Hochgeschwindigkeits-Verpackungsanlage durchgeführt. Der Prozess beginnt mit dem Aufdruck eines einmaligen und sicheren 2D Barcodes dessen Besonderheit die Verwendung eines Markers in der Tinte zur Authentifizierung ist. Ein einmaliger natürlicher Fingerabdruck wird zusätzlich durch die Verwendung von Laser-Oberflächen-Authentifizierung ("Laser Surface Authentification") erzielt. Anschließend werden die Daten der Verpackung zu Versandkartons und Paletten zusammengefasst und RFID Etiketten und Barcodes auf die Versandkartons aufgebracht. Die gesamte Information wird in einer Master Datenbank aufbewahrt. Sobald die Arzneimittel den Verpackungsbereich verlassen, kann durch mobile Lesegeräte die Authentifizierung und die Verifizierung des Produkts auf dem gesamten Handelsweg bis zur endgültigen Abgabestelle nachvollzogen werden. Mit diesem Pilotprojekt möchte Secure Trace die entsprechenden Aktivitäten der EFPIA unterstützen und Möglichkeiten aufzeigen, die noch über den EFPIA-Ansatz hinaus gehen. Die vollständige Mitteilung finden Sie hier. Und ein Video über das Secure Trace Pilot Projekt (Case Study) können Sie sich hier ansehen. Dr. Jim Rittenburg von Authetix wird auch bei der Konferenz der Universität Würzburg "Strategies against Counterfeit Medicines" vom 26.-28. April 2010 als Referent dabei sein. Er wird die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen, mit denen man ein Arzneimittel, sowohl bezüglich der Packmittel als auch bezüglich des Produktes selbst, schützen kann. Weiterhin werden die Ergebnisse des EFPIA 2D Data Matrix Code Pilot Projektes in Schweden bei dieser Konferenz durch Dr. Stephan Schwarze, Bayer Schering Pharma AG und Mitglied der EFPIA Anticounterfeit ad hoc Arbeitsgruppe, vorgestellt werden. Das vollständige Programm mit allen Themen finden Sie hier bzw. auf der entsprechenden Webseite www.counterfeit-conference.org. Autor: Dr. Günter Brendelberger CONCEPT HEIDELBERG |