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22. Dezember 2001
 

 Neuigkeiten über die Inspektionsergebnisse der FDA

In der Regel dauert es etwas, bis die offiziellen Zahlen der FDA für das Fiscal Year 2000 bekannt werden.

Auf der PDA Conference im September 2001 in Washington stellten Joseph C. Famulare und Richard L. Friedman, Office of Compliance, CDER, die neuen Daten schon vor. Nachfolgend finden Sie Erläuterungen dazu.

Eine Übersicht über die Inspektionen im Jahr 2000 gibt Abbildung 1. Mit 54 % sind die meisten FDA-Inspektionen 2000 – wie auch in der Vergangenheit - auf Wirkstoffe (API) fokussiert.

Abbildung 1

Wirkstoffhersteller 135
Sowohl Wirkstoffhersteller als auch Pharmaproduktion 30
Pharmaproduktion 51
Hilfsstoffhersteller 1
Auftragslabors 25
Mikronisierung im Lohnauftrag 0
Sterilisierung im Lohnauftrag 0
Umpacker von Arzneimitteln 4
Pharmazeutisches Lager 1
Gesamtzahl der Inspektionen in 2000 248

Bezogen auf einzelne Länder nehmen die europäischen Nationen Frankreich, Italien Großbritannien, Deutschland mit Abstand, gefolgt von der Schweiz, Spanien und Irland, in der „Inspektionshitliste" eine „Spitzenstellung" ein (Abb. 2).

Bei den wirkstoffproduzierenden Staaten sieht die Verteilung der Inspektionen folgendermaßen aus (s. Abb 3). 

Die meisten zuordenbaren cGMP-Mängel im Wirkstoffbereich wurden im Laborumfeld gefunden. (Abb. 4).

Auffällig ist, dass zum ersten Mal seit 1995 die Anzahl der Warning Letters wieder angestiegen ist (Abb 5).

Richard L. Friedman präsentierte Daten über Rückrufe im Bereich der FDA. Deren Anzahl ist im Fiscal Year 2000 im Vergleich zu den Vorjahren wiederum gestiegen (s. Abb. 6).

Zwei Drittel der Rückrufe betrafen verschreibungspflichtige (RX) Arzneimitteln, das restliche Drittel betraf die rezeptfreien (OTC) Präparate (s. Abb.7).

Auffällig ist, dass die Mehrzahl der Rückrufe auf Veranlassung der FDA erfolgte und nicht von der Industrie ausging. Dies nahm die FDA u.a. zum Anlass die „Quality System based Inspections" als Pilotprogramm einzuführen (s. GMP News Nr. x + y). Der Fokus von FDA-Inspektionen richtet sich künftig auf die Qualitätssystem!

In einer Zusammenfassung der Jahre 97 – 00 sind die Ursachen für Rückrufe aufgelistet. Den ersten Platz nehmen GMP-Mängel (!) ein:

Top Ten der FDA-Rückrufe 1997 - 2000 (kumulativ)

  1. GMP-Abweichungen (Durchführung und/oder Dokumentation)
  2. Mangel an Sterilitätssicherheit
  3. Untergehalt
  4. Fehler bei der "Dissolution"
  5. Analytische Methodenvalidierung
  6. Stabilitätsdaten stützen nicht das Haltbarkeitsdatum
  7. Validierung im Herstellungsbereich
  8. Mikrobielle Kontamination nichtsteriler Produkte
  9. Falsch deklarierte Dosis
  10. Zulassungsmängel

Quelle: nach Richard L. Friedman, CDER, FDA,PDA Congress, Sept. 01, Washington

Als Anhang finden Sie unseren aktuellen GMP Programme für das Jahr 2001. Informieren Sie sich rechtzeitig, um weiterhin GMP-compliant zu bleiben.