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Am 27. November 2001
wurde in Mannheim im Rahmen der ASEPTIK-Konferenz 2000 der von CONCEPT
HEIDELBERG initiierte "Wallhäußer-Preis" verliehen.
Mit dem Wallhäußer-Preis
werden herausragende Veröffentlichungen auf den Gebieten
"Herstellung, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung bei der
Arzneimittelherstellung" ausgezeichnet.
Auf Beschluß einer
unabhängigen Jury wurde der mit DM 10.000,- dotierte Preis
Herrn
Dr. Heinrich Prinz
Biotest AG, Dreieich
für seine Publikation
"Anforderungen an die Qualifikation von Qualitätsauditoren",
erschienen in "Die pharmazeutische Industrie", Nr. 1 und Nr. 2 /
2000, verliehen. Mit dem Preis wird ausdrücklich auch seine
Publikationsreihe zum Thema "Qualitätssicherung und Auditing"
gewürdigt.
Der
1987 erstmals ausgelobte Wallhäußer-Preis wird für das Jahr 2001 erneut
ausgeschrieben. Satzung und Teilnahmebedingungen sind auf Anfrage von
CONCEPT HEIDELBERG, Rischerstraße 8, 69123 Heidelberg, erhältlich.

v.l.n.r.: Dr. Wolfgang Schumacher
(Hoffmann-La Roche AG), Dr. Heinrich Prinz (Biotest AG), Oliver Schmidt
(Concept Heidelberg)
Hier
ein kurzer Auszug aus der Laudatio, gehalten von Herrn Dr. Wolfgang
Schumacher, F. Hoffmann-La Roche AG, Basel
"Nur
sehr wenige Vertreter des Bereiches Qualität treten an die Öffentlichkeit,
um Ihre Meinung kund zutun. Herr Prinz ist ein Vertreter dieser raren
Gattung. Sie schreiben über Qualität, und Sie vertriten dazu Ihre nicht
immer bequeme Meinung.
Ihre
Publikationen auf dem QS Sektor befassen sich u.a. mit dem Thema
„Auditing“ und mit QS-Systemen. Die Qualifikation von Auditoren
stellen Sie in den Mittelpunkt, und in einem Ihrer letzten Artikel in
„Die pharmazeutische Industrie“ wurde der sogenannte Audittourismus
behandelt. Ihre Ausführungen haben einigen Kollegen nicht so gut
gefallen. Machen Sie sich deswegen keine Sorgen, Herr Prinz, dies waren
Kollegen, die das Auditing wohl eher zum Selbstzweck ausgenutzt haben;
viele Auditoren bringen durch fachlich schwache Audits und zu großen
Formalismus dieses sinnvolle Instrument der Lieferantenbewertung in
Misskredit. Ein Audit soll unter anderem die Partnerschaft zwischen
Industrie und Zulieferanten stärken und ein einheitliches Qualitätssicherungssystem
demonstrieren, wie Sie es in Ihrer Publikation sehr treffend beschreiben.
Ihr
beruflicher Werdegang führte Sie nach einigen Jahren bei Boehringer
Mannheim (jetzt F. Hoffmann-La Roche), wo Sie für die Analytik
rekombinanter therapeutische Proteine (EPO) zuständig waren, zur Firma
Biotest. Dort sind Sie seit vielen Jahren Prokurist und Leiter von QS
und haben unter anderem mit sehr kritischen Produkten zu tun, mit
Plasmapräparaten.
Dieser
Bereich ist – aus gutem Grund – sehr stark von der Behörde überwacht,
und als QS-Mann kann man sich absolut keinen Lapsus leisten, sonst würde
man sich sofort in der Presse oder auf der Anklagebank vor dem Kadi
wiederfinden.
In
einer anderen Funktion sind Sie Vorsitzender des QS-Ausschuss im Verband
der deutschen Diagnostika-Hersteller. Außerdem sind Sie ein absoluter
Spezialist auf dem ISO 9000 Gebiet. Natürlich haben Sie eine
Personalzertifizierung nach DIN 10011 durchlaufen.
Ihre
Arbeit ist von großer Offenheit geprägt. Generell suchen Sie den Kontakt
zur Behörde, um gemeinsam Lösungen zu finden, zum Schutz des Patienten
und - das vergessen wir allzu oft bei
den Diskussionen über Qualität – der Patient muss im Mittelpunkt
unserer Anstrengungen stehen.
Die
Jury für die Verleihung des Wallhäußer Preises sichtet und bewertet
regelmäßig Publikationen auf dem Gebiet der Qualitätssicherung mit dem
Ziel, den richtigen Kandidaten für diese Auszeichnung auszuwählen.
Hierbei kommt es uns darauf an, Kollegen zu ehren, die einen unermüdlichen
QS-Einsatz zeigen. Für das Jahr 2000 haben wir Sie ausgewählt, da Sie im
vergangenen Jahr die eingangs erwähnten Artikel publiziert haben, und wir
der Meinung sind, dass Ihr Engagement einmal gewürdigt werden muss.
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