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GMP-News
7. Dezember 2001
 

 FDA-Inspektionsbefunde im Bereich der
Isolatortechnik

 
Im März und Juni 2001 referierten FDA Inspektoren in den USA zu Inspektions- befunden und potentiellen Problempunkten im Bereich der Isolatortechnologie. Die Inspektionsbefunde wurden in die Bereiche
  • Klimatisierung / Belüftung
  • Eingänge / Ausgänge
  • Handschuhe
  • Validierung
  • Sterilisation / Dekontamination
  • Reinigung
  • Umgebungsmonitoring
  • Wartung und Instandhaltung
  • Dokumentation
  • Nährmedienabfüllung / Media Fill
  • Qualifizierung

untergliedert und kommentiert.

Validierung

  • Das Unternehmen hat für Vials, die in Klasse 100000 auf dem Aufgabetisch zur Vial-Waschmaschine stehen, keine maximale Expositionszeit festgelegt. Beobachtet wurde hier, dass Vials nach Produktionsende auf dem Aufgabetisch stehen blieben und bei einer 3 Tage später stattfindenden Produktion verwendet wurden.
  • Kritisch hinterfragt wurde der Umstand, das Vials im Routinebetrieb im Heißlufttunnel bei 330oC über Nacht stehen blieben.
  • Die Konzentration des Sterilisationsmittels wurde nicht aktuell gemessen. Es wurde nur eine indirekte Messung verwendet. Diesbezüglich als kritisch wurde bewertet, dass ein Leck in der Zuleitung vom H2O2 Generator zum Isolator erst bei der jährlich stattfindenden Revalidierung bemerkt wurde.
  • In den VHP-(Vaporised Hydrogen Peroxide) Dekontaminationsstudien für den Isolator wurde keine ausreichende Belastung des Zyklus durchgeführt, um auch Schwachpunkte (z.B. in der Luftströmung) zu erkennen.
  • Viele "Worst-Case"-Stellen wurden nicht untersucht. Beispiele hier: Zwischen den Fingern der Handschuhe; nur ein kleiner Teil der Handschuhe wurde überhaupt untersucht; Stopfentöpfe

Sterilisation / Dekontamination

  • Es wurde nicht demonstriert, dass der Sterilisationszyklus ein Overkill-Prozess ist, obwohl dies im Validation Master Plan verlangt wurde
  • Es wurde keine Rationale erstellt für die Verwendung von Edelstahlträgern für die Bioindikatoren
  • Es fehlte der Nachweis des Sterilisationserfolges (Dampf / H2O2) auf unterschiedliche Materialien. Es wurde auch nicht der Einfluss von Schmiermitteln auf die Effizienz der Sterilisationsmethode untersucht.
  • Die Studien zum Dekontaminationszyklus wurden nicht mit den aktuellen Produktionsparametern durchgeführt.
  • Kabelbinder aus Kunststoff wurden nicht vor dem Dekontaminationsprozess entfernt. Hier wurde die Gefahr gesehen, dass das Dekontaminationsmittel nicht zu den Kontaktstellen penetriert.

Umgebungsmonitoring

  • Es wurde kein Umgebungsmonitoring bzw. keine Reinigungsstudien für den Boden des Isolators bzw. Bereichen unterhalb des Transportbandes gemacht. Häufig fallen gefüllte Vials aus dem Transportband und blieben während der gesamten Produktionskampagne, die bis zu 7 Tagen betrug, am Boden liegen.
  • Es fehlten Daten über den Nachweis, das der Messpunkt des Partikelmonitoring richtig gewählt war.
  • Der Effekt der Dehydratisierung der Agarplatten im Laminarflow-Luftstrom auf die mikrobiellen Wiederfindungsraten wurde nicht untersucht.

Die weiteren Punkte werden in späteren GMP-News vorgestellt.


Autor: Dr. Andreas Mangel

Quelle: Gold Sheet Juli 2001

 

 

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