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GMP-News
28. Juli 2008
  

FDA publiziert neue Guideline zur Herstellung klinischer Prüfpräparate für Phase 1

 
Bereits im Januar 2006 hat die FDA im Zusammenhang mit einer entsprechenden Anpassung des 21 CFR 210 und 211 einen Entwurf einer Guidance for Industry veröffentlicht, die die speziellen cGMP-Anforderungen bei der Herstellung von klinischen Prüfpräparaten für die Phase 1 näher beschreiben soll. Diese sollte den Herstellern als Hilfestellung dienen, die damals geplanten gesetzlichen Forderungen umzusetzen

Nachdem die FDA jedoch erheblichen Widerspruch zu den geplanten Neuregelungen erfahren hat, wurden die geplanten Änderungen im CFR zurückgezogen und der Guidance-Entwurf wurde damit erst einmal hinfällig.

Nun nimmt die FDA einen weiteren Anlauf, die Änderungen umzusetzen. Die Eingaben von damals wurden laut der Behörde berücksichtigt und die Dokumente entsprechend angepasst. Mit der Mitteilung im Federal Register vom 15 Juli 2008 (Volume 73, Number 136), wird die Anpassung des 21 CFR 210 und 211 angekündigt: Klinische Prüfpräparate der Phase 1 sollen von der so genannten "final rule" ausgenommen werden. Für Phase 2 und 3,so wird betont, gelten die cGMP Anforderungen des 21 CFR 211. In Kraft treten sollen die Änderungen am 15. September 2008: http://www.fda.gov/cber/rules/gmpind.pdf

Gleichzeitig wurde auch die überarbeitete Guidance for Industry mit einem neuen Titel veröffentlicht. Die nun lautende "Guidance for Industry: cGMP for Phase 1 Investigational Drugs" beschreibt die Vorschläge und Erwartungen der FDA hinsichtlich Herstellung und Kontrolle von klinischen Prüfpräparaten der Phase 1. Die meisten Änderungen sind redaktioneller Art und dienen dazu, die Sprache zu vereinheitlichen und mögliche Unklarheiten und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Auch wurde der Detaillierungsgrad erhöht. Der Geltungsbereich wurde nun genau beschrieben und nicht nur die Ausnahmen aufgeführt; er bezieht sich, ist aber nicht begrenzt auf folgende Produkte:

  • Investigational recombinant and non-recombinant therapeutic products

  • Vaccine products

  • Allergenic products

  • In vivo diagnostics

  • Plasma derivative products

  • Blood and blood components

  • Gene therapy products

  • Somatic cellular therapy products (including xenotransplantation products).

Menschliche Zell- und Gewebeprodukte bleiben ausgenommen.

Beispiele, wo die Forderungen im Vergleich zum Entwurf von 2006 gestiegen sind oder genauer definiert wurden sind:

  • Umgebungsmonitoring

  • Trennung von Qualitätskontrolle und Herstellung

  • Rückverfolgbarkeit

  • Abweichungen und entsprechende Untersuchungen

  • Complaints

  • SOPs im Bereich Verpackung, Etikettierung und Versand

Einen Vergleich der Dokumente finden Sie hier:
Die neue FDA Guidance finden Sie hier:
http://www.fda.gov/cder/guidance/GMP Phase1IND61608.pdf

Autor:
Wolfgang Schmitt
CONCEPT HEIDELBERG
 

 

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