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30. Juli 2001
 

Messunsicherheit

 
Der Begriff der Messunsicherheit wird in der neuen Norm ISO 17.025 über die Akkreditierung von Prüf- und Kalibrierlaboratorien, die die bisherige EN 45001 ablöst, vertieft.

Auch wenn diese neue ISO-Norm für die pharmazeutischen Industrie weniger relevant ist und auch der Begriff der Messunsicherheit derzeit in der pharm. Industrie hauptsächlich im Bereich der Kalibrierung Anwendung findet, ist es sicherlich interessant, vertiefende Literatur zu diesem Thema zu finden, vor allem wenn diese direkt im Internet abrufbar ist.

Beispielsweise die 10-seitige Publikation "Angabe der Unsicherheit in der quantitativen Prüfung" des Deutschen Akkreditierungsrates (DAR-EM25, 1998) oder die achtseitige Veröffentlichung "Unsicherheit von Prüfergebnissen" (DAR-EM22, 1996), beides unter http://www.dar.bam.de/.

Vertiefende Informationen finden sich im EURACHEM/CITAC Guide "Quantifying Uncertainty in Analytical Measurements" (http://www.eurachem.bam.de/). Dieser 120-seitige Leitfaden dient als Interpretation des "ISO Guide to the Expression of Uncertainty in Measurements." An dieser Stelle sollte man vielleicht erwähnen, dass Sie hier auch den umfassende EURACHEM Guide "The Fitness for Purpose of Analytical Methods, a Laboratory Guide to Method Validation and Related Topics" finden. Sehr interessant!

Die Messunsicherheit ist im pharmazeutischen Labor auch im Zusammenhang mit Referenzsubstanzen sehr wichtig. Bei der internationalen Konferenz der European Compliance Academy "Reference Standards", die am 29./30. November 2001 in Berlin stattfinden wird, widmet sich ein eigener Vortrag diesem Thema, und es werden sicherlich auch die Auswirkungen des Themas Messunsicherheit auf die Referenzsubstanzen der Arzneibücher (Ph.Eur. und USP) diskutiert werden.

Autor:
Dr. Günter Brendelberger, 
CONCEPT HEIDELBERG