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Am 11. März 20008 veröffentlichte die EU Kommission einen Vorschlag zur
Erarbeitung einer Gesetzesinitiative zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen.
Wir berichteten darüber in unserer
GMP News
vom 14. April 2008.
Die Vorschläge umfassten u.a. eine viel umfangreichere Überwachung der so
genannten Supply Chain bei Fertigarzneimittel und bei Wirkstoffen. Darüber
hinaus sind auch GMP Inspektionen bei Wirkstoffherstellern in Europa aber auch
außerhalb der EU Grenzen geplant.
In den nun veröffentlichten Kommentaren der verschiedenen Verbände zeigte sich
wie wichtig das Thema für die Behörden und die Industrie geworden ist. Insgesamt
100 "Stakeholders" haben Kommentare gesendet. Darunter Verbände, einzelne
Pharmazeutische Unternehmen, Händler und auch Patienten Gruppen.
Dabei wird deutlich welche unterschiedlichen Interessenlagen die einzelnen
Institutionen vertreten und wie schwierig es für die EU Kommission sein wird
alle Anmerkungen aufzugreifen. Nicht immer steht Arzneimittelsicherheit im
Vordergrund. Die meisten Organisationen begrüßen jedoch grundsätzlich die
Initiative der EU Kommission. Häufig wird aber auch Kritik dahingehend geäußert,
dass bereits etablierte Programme wie vor allem das
IMPACT Programm der WHO
sowie die
Initiativen der FDA besser koordiniert werden müssen, um tatsächlich das
Problem der Arzneimittelfälschungen in den Griff zu bekommen
Umfangreiche Rückäußerungen gab es zu den Kennzeichnungsverfahren (so genannte
trace and track Verfahren). Der europäische Verband der Arzneimittelhersteller
(EFPIA) betont in seinem Kommentar die Notwendigkeit der Harmonisierung, da in
verschiedenen Ländern bereits verschiedenen Kennzeichnungsverfahren existieren,
die allerdings nicht untereinander abgestimmt oder kompatibel sind
Autor:
Oliver Schmidt
CONCEPT HEIDELBERG
Quelle:
http://ec.europa.eu/enterprise/pharmaceuticals/counterf_par_trade/counterfeit_consult_2008.htm
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