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Die Arzneimittelüberwachungsbehörde im Vereinigten Königreich (MHRA)
veröffentlichte kürzlich einen Vorschlag für die Umsetzung eines revidierten
risikobasierten Inspektionsprogramms für GxP-Inspektionen bei Herstellern
und/oder Importeuren und Großhändlern von Humanarzneimitteln (GMP/GDP),
Herstellern und/oder Importeuren von klinischen Prüfpräparaten und
Auftragsforschungsorganisationen (GMP und GCP), Pharmaüberwachungspraxis (GPvP)
und Gute Laborpraxis (GLP), zusammengefasst unter dem Oberbegriff der Guten
Praxis (GxP), und bat die Interessenvertreter um Meinungsäußerungen.
Ein Überblick über die Rückmeldungen wurde nun herausgegeben. Das Dokument dient
der Zusammenfassung der Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit im Anschluss an die
MHRA-Anhörung.
Der Zweck der Anhörung bestand einerseits darin, Kommentare zu dem Vorschlag der
MHRA für die Umsetzung eines revidierten risikobasierten Inspektionsprogramms
für GxP zu erhalten, das auf den folgenden Prinzipien beruht:
- Inspektion,
- Unternehmens-Compliance,
- Selbsteinschätzung,
- Informationsverwaltung,
- Risikoprofil
- Risikobewertung
Andererseits sollte ein Risk Management Review Board als
Gremium zur Überprüfung und Bestätigung der Risikokategorie, die einer
Organisation zugewiesen wurde, eingerichtet werden.
Obgleich derzeit ohne jeglichen regulatorischen Einfluss auf andere
EU-Mitgliedsstaaten, ist das Dokument eine gute Informationsquelle für all jene,
die sich für Fragen interessieren wie:
- Stimmen Sie dem zu, dass regulatorische
Inspektionsanforderungen auf dem Risiko für die öffentliche Gesundheit
basieren sollten und dass Organisationen mit einem niedrigen
Compliance-Status öfter inspiziert werden sollten?
- Wird die Einführung risikobasierter Inspektionen Ihrer
Firma oder Ihrem Industriezweig Einsparungen bringen?
- Hätte die Einführung eines risikobasierten
Inspektionsprogramms irgendwelche negativen Auswirkungen auf Ihre Firma oder
Ihren Industriezweig?
Insgesamt forderte der Consultation Letter dazu auf, 14 Fragen
zu dem vorgeschlagenen risikobasierten Inspektionsmodell zu beantworten.
Es wird beabsichtigt, mit Hilfe des risikobasierten Inspektionsmodells
Prioritäten für die Inspektionsanforderungen der MHRA zu setzen. Möglicherweise
wird es zum Wegbereiter für weitere europäische Entwicklungen und Änderungen an
aktuellen Inspektionspraktiken werden.
Zusammengestellt von:
Wolfgang Schmitt
CONCEPT HEIDELBERG
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