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Am 13. Mai wurde beim Treffen des Transatlantic Economic Councils (TEC) die
Zusammenarbeit von Europäischer Kommission, EMEA und der amerikanischern
Arzneimittelbehörde FDA diskutiert. Hierbei wurde u.a. die Wichtigkeit der
Kooperation im Rahmen der Regulierung von Arzneimitteln herausgehoben und über
eine Reihe von Projekten, die bei einem gemeinsamen Workshop 2007 in Brüssel
angestoßen wurden, entschieden:
- Die FDA und die EMEA planen innerhalb einer Pilotphase
sowohl gemeinsame Inspektionen von pharmazeutischen Unternehmen in USA und
Europa, als auch gemeinsame Inspektionen bei Wirkstoffherstellern in
Drittstaaten.
- Inspektionspläne und -ergebnisse und diesbezügliche
wichtige Informationen sollen regelmäßig ausgetauscht werden.
- Weitergehende Zusammenarbeit hinsichtlich der Frage, in
welchem Ausmaß dedizierte Anlagen für bestimmte Arzneimittel nötig sind
(basierend auf einem zu bewertenden Risiko).
- Fortsetzung der Initiative zur Biomarkerentwicklung und der
Validierung entsprechender Prozesse.
- Verstärkte Zusammenarbeit bei der Regulierung von
Tierarzneimitteln.
Weitergehende Informationen:
http://www.eurunion.org/eu/index.php?option=com_content&task=view&id=1753&Itemid=58
Das TEC ist politisch recht hoch aufgehängt mit Mitgliedern aus
dem US-Kabinett und der Europäischen Kommission. Geleitet wird das Council von
Günter Verheugen (Vice President European Commission) und Daniel Price
(Assistant to the President for International Economic Affairs). Ziel ist es
u.a., durch eine verstärkte Zusammenarbeit und Koordination von Aktivitäten,
Ressourcen der beteiligten Behörden effizienter einzusetzen, ökonomische
Vorteile zu generieren und höhere Standards zu setzen in Bezug auf
Produktsicherheit und Produktschutz. Hierbei geht es nicht nur um den
Arzneimittelverkehr sondern zum Beispiel auch um Lebensmittel, kosmetische
Produkte, Elektronik, Finanzen und Handel allgemein. Auch die Auswirkungen von
REACH werden diskutiert.
Aus Sicht der pharmazeutischen Industrie sind diese Entwicklungen zu begrüßen.
Die verstärkte Kooperation zwischen den Behörden kann als weiterer Schritt in
Richtung Harmonisierung der Anforderungen und Regularien gesehen werden. Ob die
Kooperation auch zu einer gegenseitigen Anerkennung von Inspektionen führen
wird, bleibt abzuwarten.
Autor:
Wolfgang Schmitt
CONCEPT HEIDELBERG
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