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In einem reflection paper vom 5. März 2008 nimmt die EMEA Stellung zur
Erzeugung von Wasser für Injektionszwecke (WFI) mittel Umkehrosmose (reverse
osmosis / RO).
Gemäß dem amerikanischen Arzneibuch USP ist es erlaubt, WFI mittels Umkehrosmose
zu erzeugen. Die EMEA teilt diese Ansicht nicht und gibt in ihrem neuen Papier
zahlreiche Gründe dafür an. So sind zum einen viele flüchtige organische
Verunreinigungen im Ausgangswasser zu klein, um durch die verwendeten Membranen
abgetrennt zu werden. Hauptproblem sind aber Biofilme, die die Membranen, auch
auf der Permeatseite, belegen und Quelle für weiteres mikrobiologisches Wachstum
im System sowie für Endotoxine sind.
Mit den heute verwendeten Membranen sei es nicht möglich, ein Verfahren zu
validieren, das ein mittels RO erzeugtes Wasser gleicher Qualität wie durch
Destillation gewonnenes WFI garantiert. Eine Prüfung auf alle möglichen
Verunreinigungen sei ebenfalls nicht möglich. Die EMEA kommt somit zum Schluss,
und bekräftigt damit ihre bisherige Ansicht, dass es noch nicht möglich ist, WFI
sicher mittels Umkehrosmose zu erzeugen. Dennoch wird diese Türe nicht endgültig
geschlossen. Die EMEA sieht ihr Papier als Aufruf, die Diskussion weiter zu
führen und, sollte es technische Neuerungen geben, die die heutigen Bedenken
ausräumen können, ihren Standpunkt zu überdenken.
Das Original des Papiers finden Sie unter folgendem Link:
http://www.emea.europa.eu/pdfs/vet/qwp/2827108en.pdf
Autor:
Dr. Robert Eicher
CONCEPT HEIDELBERG
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