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Der erst kürzlich veröffentlichte Entwurf der Guidance zu
mikrobiologischen Schnellmethoden (Rapid Microbiological Methods – RMMs) für
Steriltests bei Zell- und Gentherapie-Produkten gibt detaillierte Empfehlungen
zur Validierung von wachstumsbasierten RMMs. Ziel des Dokuments ist es, die
Einführung dieser Schnellmethoden für Steriltests zu fördern.
Obwohl diese Guidance für Zell- und Gentherapie-Produkte entwickelt wurde, heißt
es dort auch, dass einige der Prinzipien der Validierung durch Schnellmethoden,
die in der Guidance besprochen werden, u.U. auf andere Produkte angewendet
werden können, für die gemäß 21 CFR 610.12 Steriltests gefordert sind.
Neben den allgemeinen Empfehlungen zu Validierungsaspekten (wie z.B.
Risikoanalyse, Nachweisgrenze, spezifische Wirksamkeit, Unempfindlichkeit und
Robustheit) bietet das Dokument außerdem eine umfassende Liste von
Mikroorganismen, die in einer Studie berücksichtigt werden sollten:
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Gram-negative Bakterien
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Gram-positive Bakterien
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Aerobe Bakterien
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Anaerobe Bakterien
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Hefen
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Pilze
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Isolate aus Ausgangsstoffen
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Isolate, die durch In-Prozesstests oder während ersten
Produkttests festgestellt wurden
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Isolate, die beim Environmental Monitoring in der
Produktionsanlage festgestellt wurden
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Isolate aus Produktionsbereichen mit nährstoffarmem und hoch
belastetem Umfeld
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Mikroorganismen aus kommerziellen Quellen, die kontinuierlich
nährstoffreichen Wachstumsmedien ausgesetzt waren
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Langsam wachsende Bakterien (wie z.B. Proprionobacter acnes)
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Anspruchsvolle Mikroorganismen für die Schnellmethoden
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Mikroorganismen, die gemäß wissenschaftlicher Literatur
übliche Isolate eines bestimmten Produkttyps sind
Diese Aufzählung verdeutlicht, wie wichtig es ist,
Mikroorganismen einzubeziehen, die zum natürlichen Lebensraum der
Produktionsanlagen und des Produkts selbst gehören. In den letzten Jahren ging
der Trend eindeutig in Richtung Verwendung von Isolaten.
Das Dokument gibt außerdem hilfreiche Ratschläge in Bezug auf die Gestaltung
einer Vergleichsstudie. Obwohl sich die erwähnten Beispiele eher auf
zellbasierte Produkte konzentrieren, müssen ähnliche Fragen für andere
Arzneimittel und speziell für biopharmazeutische Produkte diskutiert werden.
Aufgrund der kurzen Lebensdauer vieler zellbasierten Produkte gibt es keine
überzeugende Alternative zur Einführung von Schnellmethoden für Steriltests.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser immanente Druck auch bei anderen
pharmazeutischen Produkten mikrobiologischen Schnellmethoden zum Durchbruch
verhilft.
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