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GMP-News
22. Oktober 2007
  

FDA plant Änderungen im cGMP Guide (21 CFR 211)

 
Aus erster Hand berichtete Fred Blumenschein, Compliance Officer des CDER bei der FDA auf der 2nd European GMP-Conference 20./21. Juni 2007, Heidelberg über die neusten regulatorischen Entwicklungen, die die FDA derzeit vorbereitet.

Viele Jahre galt der nunmehr fast 30 Jahre alte cGMP Guide als kaum veränderbar. So ist eine Reihe von Guidance Documents entstanden. Der im Code of Federal Regulation definierte cGMP Guide wurde daher bislang nicht verändert. Seit 1996 existiert eine so genannte "proposed rule", die jedoch nie über das Entwurfsstadium hinweg kam.

Als ersten Schritt wird die FDA nun Ihre geplanten Änderungen des 21 CFR 210/211 aus dem Jahre 1996 zurückziehen, erläuterte Fred Blumenschein und dann einen neuen Anlauf, den CFR zu ändern, machen. Die ersten Änderungen stuft die FDA selbst als unkritisch ein, da diese Änderungen entweder eine Anpassung an den Stand der Technik darstellen, durch Änderungen in der Formulierung zur Rechtssicherheit dienen oder von der Industrie selbst vorgeschlagen wurden:

  • 21 CFR 211.48 (und 40 CFR 141): "potable water", kann zukünftig auch anderen Erfordernissen als den der USA entsprechen (z. B. EU, Japan). Hier möchte die FDA nicht mehr nur strikt auf die "Primary Drinking Water Regulations" der EPA (Environmental Protection Agency) Bezug nehmen, zumal Wassergrenzwerte anderer Behörden durchaus strenger, als die der EPA sind.
  • 21 CFR 211.67 (a): Ausrüstung, die zu sterilisieren ist, sollte sterilisiert werden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Die Änderung dient aber der Rechtssicherheit.
  • 21 CFR 211.68: Wegfall des zweiten Personen-Checks bei automatischem Equipment. Hier wird der CFR an den Stand der Technik angepasst und man möchte der Industrie dadurch Erleichterungen verschaffen.
  • 21 CFR 211.72: Änderungen von "no asbestos filters" zu "no particle shedding material". Auch hier wurde die Formulierung an den Stand der Technik angepasst, da de facto keine asbesthaltigen Filter mehr im Einsatz sind.
  • 21 CFR 211.94 (c): Vorgabe, dass die Depyrogenierung von sterilen Containern validiert werden sollte. Auch hier dienen die Änderungen der Erhöhung der Rechtssicherheit.
  • 21 CFR 211.110 (c) Vorgabe, dass Bioburden-Testing, falls notwendig, als IPC eingesetzt werden soll. Ebenfalls eine Maßnahme zur Anpassung an den Stand der Technik.
  • 21 CFR 211.113 (a): Vorgabe, dass der aseptische Abfüllprozess und der Sterilisationsprozess validiert werden sollten". Diese Änderung knüpft an den FDA-Aseptik-Guide an. Beide Regelwerke sollen diesbezüglich übereinstimmen.

Nach der Umsetzung der o.g. Änderungen (die Änderungen sollen noch 2007 vollzogen werden) wird die FDA den zweiten Schritt einleiten. Diese bezeichnet die FDA selbst als "controversial". Diskutiert wird hierbei derzeit noch in der FDA, wie die zukünftige Rolle der QA definiert und der Text zu Validierung und Training geändert werden soll.

Fazit: Die nun zeitnah anstehenden Änderungen im CFR sind ein erster Schritt in einer weit reichenden Änderung des cGMP Guides. Es werden die ersten Änderungen seit 1978 sein, nachdem die Änderungsvorschläge aus dem Jahre 1996 nicht gültig werden. Die nun eingeleitete Revsion der cGMPs stellt somit eine konsequente Fortentwicklung der Initiative "cGMP for the 21st Century" dar.

Ausführlichere Informationen über die GMP-Konferenz erhalten Sie im nächsten GMP Journal*.
 

Die folgenden Seminare behandeln die FDA Anforderungen im Detail:


Autor:
Sven Pommeranz
CONCEPT HEIDELBERG

* Das GMP Journal (www.gmp-journal.de) wird exklusiv für die Teilnehmer von durch Concept Heidelberg organisierte Veranstaltungen herausgegeben und automatisch an alle Teilnehmer der letzten 12 Monate versendet.
 

 

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